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Kein Geisterspiel gegen die Grasshoppers

13.03.2026 00:03:47 | Peter

Behörden krebsen zurück

 

Die Kurvenschliessung und die zusätzlich verhängten Massnahmen waren das grosse Thema rund um das Heimspiel gegen den FC Zürich (wir berichteten). Entgegen offizieller Anordnung fand lautstarker Support mit Fahnen, Fangesängen und einer gezündeten Pyrofackel statt. Zudem rollte die Section Grenat mehrere Protestbanner aus, was eigentlich auch verboten gewesen wäre. "Reicht dieses Delikt aus, um auf Stufe 4 von Progresso hochgestuft zu werden?", stichelten die Ultras u.a. gegen Carole-Anne Kast. Die SP-Politikerin ist das lokale Gesicht der Befürworter des Kaskadenmodells "Progresso".

Schon vor dem Spiel gegen den FCZ war anzunehmen, dass es Proteste gegen die Kollektivstrafen geben würde. Ebenso klar war, dass die Sicherheitsbehörden mit Kanonen auf Spatzen schiessen würden, wenn sie den Servette FC für Lappalien mit einem Geisterspiel bestrafen würden. Mittlerweile ist klar, dass es zu keiner weiteren Eskalation kommt. Für die Heimpartie gegen GC fallen sämtliche Massnahmen aus den vorherigen Partien. Einige der Vorschriften aus dem Kaskadenmodell seien, mehr oder weniger, blind ausgesprochen worden. Man möchte die Situation nun wieder beruhigt.

In der Tribune de Genève wurde eine Stellungnahme der Kommunikationsabteilung der Kantonalpolizei Genf publiziert. Dort erklärt man nochmals, weshalb man kein Geisterspiel anordnen werde: "In der Beurteilung der Lage durch den Strategischen Ausschuss der Konferenz der kantonalen Polizeikommandantinnen und -kommandanten der Schweiz (KKPKS) wäre die Umsetzung einer so restriktiven und bestrafenden Massnahme für das Zünden einer einzelnen Fackel, ohne Gefährdung Dritter, unverhältnismässig gewesen.". Bei der Pyroaktion im Derby gegen Sion sei vor allem die Sicherheit von unbeteiligten Drittpersonen gefährdet gewesen. Das müsse man hervorheben, wenn man die Aktion mit dem Zünden der Fackel beim FCZ-Spiel vergleiche.

Ganz ungeschoren kommt der SFC aber nicht davon. Auch wenn gegen die Hoppers die Tribune Nord wieder geöffnet werden darf, bleibt der Klub auf Bewährung. Diese Frist gelte, wie ursprünglich kommuniziert, für die nächsten Spiele. Nichtsdestotrotz begrüsst der Verein, dass die Sicherheitsbehörden nicht an einer Eskalation interessiert seien. Man wolle zusammen mit der Liga, den anderen Klubs und den Fans zusammenarbeiten, um einen weiteren Einsatz des Kaskadenmodells zu vermeiden.