Sportlich kann man die Hinrunde 2025/2026 abhaken. Egal, was der SFC heute Abend in Basel zeigt, gilt der Fokues dem Blick in die Zukunft. Hier zeigen die Verantwortlichen ein neues Gesicht.
Man wolle vermehrt auf eigene Junioren setzen, gab Gérard Bonneau vor ein paar Wochen bekannt (wir berichteten). Der Franzose, der im neu geschaffenen Sportgremium sitzt, stellt die Weichen der Kaderplanung neu. Bereits seit einigen Wochen nimmt man als Aussenstehender Dinge wahr, die man aus der Vergangenheit nicht kannte.
Nachwuchstalente werden an den Klub gebunden
Einer der wichtigsten Punkte im Bereich der Nachwuchsarbeit ist das Binden der Spieler an den Verein. In letzter Zeit liess der SFC immer wieder Vertragsunterzeichnungen durchsickern. Sicherlich kam es in den letzten Spielzeiten immer wieder zu Vertragsabschlüssen mit Talenten aus dem Juniorenbereich. Die Häufung bzw. die Kommunikation nach aussen, hat mittlerweile eine ganz andere Strahlkraft. Dass Jocelyn Gourvennec regelmässig Youngsters mit ins Aufgebot nimmt, hilft ebenfalls. Plötzlich können Spieler überzeugt werden, in Genf an ihrem Durchbruch zu feilen.
Klare Verhältnisse
Am Mittwochabend platzte die Bombe. Aus dem Nichts verkündete der Servette FC den Abgang von Alexis Antunes in Richtung Türkei (wir berichteten). Etwa eine halbe Million Franken soll man vom Göztepe SK kassieren. So lauten zumindest die Angaben der Tribune de Genève. Der Transfer des offensiven Mittelfeldspielers war, asus spielerischer Sicht, nicht unbedingt wünschenswert. Allerdings schaffen die Servette-Verantwortlichen so für klare Verhältnisse. Dem Spieler wurde eine Vertragsverlängerung angeboten. Diese wollte er nicht annehmen. Somit musste eine schnelle Lösung her. Ansonsten hätte ein ablösefreier Wechsel im Sommer gedroht, oder noch schlimmer, man hätte während der ganzen Winterpause Unruhe im Team gehabt. Jetzt ist klar, dass Gourvennec ohne den Techniker auskommen muss. Im Gleichgang können sich die Transferverantwortlichen in Ruhe um einen Ersatz kümmern. Kein mediales Drama wie bei Kutesa, kein ersatzloser Nottransfer wie bei Bedia.
Auch im defensiven Mittelfeld gibt es keine zwei Meinungen, was Gaël Ondoua betrifft. Der kamerunisch Ex-Internationale weiss um seinen Status und darf mit anderen Vereinen verhandeln. Ein Wintertransfer wäre eine Win-Win-Situation. Für den 30-jährigen soll es Interesse aus dem Ausland geben (wir berichteten).
Schlüsselspieler werden gehalten
Natürlich gibt es auch Akteure, welche man im Stade de Genève halten will. Timothé Cognat ist einer davon. Mit über 300 Einsätzen gilt er als Identifikationsfigur in der Calvin-Stadt (wir berichteten). Noch bevor der französische Regisseur die 300er-Marke durchbrochen hat, setzte er seine Unterschrift unter einen nagelneuen Vertrag (wir berichteten). Noch bevor irgendwelche Gerüchte aufkommen, schafft man Klarheit in einer wichtigen Personalfrage.
Neuankömmlinge im Visier
Wie die Tribune de Genève schreibt, wollen die Servette-Verantwortlichen diesen Winter nicht untätig bleiben. Diskussionen um potentielle Neuzugänge laufen schon seit Wochen. Drei bis vier Verstärkungen will man demnächst vorstellen können. Diese sollen bestenfalls bereits im geplanten Trainingslager in Spanien zur Mannschaft stossen. Gerade bei diesem Thema darf man gespannt sein. In der aktuellen Tabellensituation machen neue Spieler nur dann Sinn, wenn sie sofort einen Beitrag zum Erfolg der Mannschaft leisten können. Ansonsten stellt man lieber einen motivierten Nachwuchskicker auf.
Foto: R.B.

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