Mit der Tabellenführung in die Winterpause
Am nächsten Sonntag treten die Servettiens zum letzten Mal in diesem Jahr zu einem Meisterschaftsspiel an. Servettes Frauen haben die Vorrunde hingegen schon hinter sich.
Mit einem 1:0-Heimsieg gegen die Frauen des BSC Young Boys beendeten die Servettiennes vorletztes Wochenende die erste Saisonhälfte. Die drei Punkte gegen die amtierenden Schweizermeisterinnen war die Kirsche auf dem Sahnehäubchen einer starken Herbstrunde. Nach 12 Spieltagen führt man die Rangliste der Axa Women's Super League souverän an. Zehn Siege und zwei Unentschieden tütete das Team von Neo-Coach Cristian Toro ein. Im allerletzten Spiel des Jahres verabschiedete man sich, im Viertelfinale des Schweizer Cups, mit einem 5:0-Heimsieg gegen den FC Rapperswil-Jona.
Nach einer titellosen Saison 2024/2025 scheint der Servette FCCF wieder auf Kurs zu sein. Das zeigen auch individuelle Statistiken, wie diejenige von Therese Simonsson. In der letzten Spielzeit wurde die Schwedin ihrem Ruf als torgefährliche Angreiferin nicht gerecht. Nur ein Tor stand zum Saisonende auf Simonssons Konto. Seit diesem Sommer läuft es der 27-jährigen bedeutend besser. Mit zehn Toren in zwölf Einsätzen führ sie die Torschützenliste der Liga an. Simonsson hat sich zur waschechten Knipserin gemausert. Geholfen hat ihr sicherlich auch, dass die Mannschaft im letzten Transferfenster punktuell verstärkt worden ist (wir berichteten).
Eine dieser Verstärkungen war Ghoutia Karchouni. Die Algerierin war Dreh und Angelpunkt im Mittelfeld der Servettiennes. In ihrer Heimat wurde sie unlängst zur "Fussballerin des Jahres" gewählt (wir berichteten). Im Frühling muss Cristian Toro jedoch ohne seine Nummer 10 auskommen. Schuld ist nicht ein anstehender Wechsel, sondern eine Verletzung, welche sich Karchouni gegen YB zugezogen hat. Das Kreuzband im rechten Knie ist gerissen und muss operiert werden. Ein herber Rückschlag für den ganzen SFCCF.
Nichtsdestotrotz dürfen sich die Spielerinnen und der Staff auf die Schulter klopfen. Knüpft man auch im kommenden Jahr an die gezeigten Leistungen an, kann man vielleicht schon im nächsten Sommer wieder einen Pokal nach Genf holen.
Social Media