Droht eine Welle von Spielverschiebungen?
SBB-Entscheid wirkt sich auf den Spielplan aus
Vor rund fünf Jahren verschob die SFL, in Absprache mit der SRG, das TV-Spiel der Super League vom Sonntag auf den Samstag. Die "neue" Anspielzeit brachte organisatorische Probleme mit sich.
Besonders wir Servette-Fans aus der Deutschschweiz können ein Lied davon singen, wie mühselig der späte Samstagsslot ist. Fans, die mit dem ÖV anreisen, kommen oftmals nicht mehr nach Hause. Verlässt man das Stadion nicht vorzeitig, bleibt oftmals nichts anderes übrig, als in Bern zu stranden.
Jetzt könnte es der ungeliebten Anspielzeit an den Kragen gehen. Grund ist der Entscheid der SBB, Extrazüge für Gästefans nur noch zu Regelzeiten einzusetzen. Sprich, die Sonderzüge sollen nur noch dann verkehren, wenn man auch mit "normalen" Verbindungen in die Heimatstadt des Gästevereins zurückkehren kann. Bei einem Kick-Off um 20:30 Uhr wird das in diversen Städten schwierig. Genf, Lugano, Sion und St. Gallen liegen geografisch so unpassend, dass das Auswärtspublikum auf Extrazüge angewiesen ist.
Letzten Samstag wurde zum ersten Mal in dieser Saison ein Spiel zeitlich vorverlegt. Das Heimspiel des FC Sion gegen den FC Zürich wurde auf 18:00 Uhr verschoben. Grund waren Sicherheitsbedenken, welche der FCZ den walliser Behörden mitteilte. Aus demselben Grund wird im Oktober auch die Partie zwischen dem FC Lugano und dem FC Luzern auf 18:00 Uhr vorgezogen. Weitere Partien könnten folgen. Mit dieser Planungsunsicherheit muss sich auch die SRG neu aufstellen. Wackelt gar der Termin für die wöchentliche Liveübertragung im Free-TV?