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Die Frage nach dem Plan B

07.09.2026 01:19:06 | Peter

Wie sieht Williams' Plan B aus?

 

Die "Akte Kutesa" erhitzt die Gemüter. Seit durchgesickert ist, dass die SFC-Verantwortlichen die Verhandlungen selbst ins Stocken gebracht haben, prasselt Kritik auf die Führungsetage ein (wir berichteten). Insbesondere John Williams steht im Kreuzfeuer. Die gestrige Niederlage gegen den FC St. Gallen 1879 entschärfte die Situation nicht - im Gegenteil!

Der blasse Auftritt gegen einen ebenfalls angeschlagenen Gegner offenbarte erneut, dass die Offensive eine Schwachstelle der Servettiens ist. Zum einen mangelt es an Kreativität, zum anderen fehlt Tempo und ein Überraschungsmoment. Vor allem die letzteren beiden Punkte würde Dereck Kutesa mitbringen. Jocelyn Gourvennec, der bereits mit dem wendigen Flügelspieler geplant hatte, liess gestern gegenüber dem Blick Dampf ab, die letzten Wochen scheinen dem Übungsleiter nicht gefallen zu haben: "Das ist die schlimmste Transferperiode, seit ich Trainer bin", lässt der sonst eher besonnene Bretone verlauten. Gleichzeitig sehnt er das Ende der Transferzeit herbei. "Ab Dienstagabend können wir uns auf unser Ziel konzentrieren, ohne Diskussionen über das Team zu führen. Wird irgendwer gehen? Kann ein anderer spielen? Will jemand gehen, aber der Verein will es nicht? Oder ist es gar umgekehrt? Am Dienstag ist es vorbei."

Wie weiter mit Kutesa?

Die Verpflichtung des Publikumslieblings sei noch immer der "Plan A", gab Williams schon letzte Woche bekannt. Gemäss der Tribune de Genève habe der Verein tatsächlich ein korrigiertes Angebot nach Griechenland geschickt. Der SFC bietet 600'000 Euro für die Dienste seines ehemaligen Schützlings. Die ursprünglich vereinbarte Ablösesummer lag bei einer Million. Kutesa will wechseln und will zu Servette. Klappt es noch mit dem Wechsel? Beim AEK Athen FC scheint es jedenfalls keine Zukunft für den 28-jährigen zu geben. Aufgrund des angedachten Wechsels, wurde der Schweiz-Angolaner von der UEFA-Kontingentsliste gesprochen. Somit ist Kutesa nicht spielberechtigt, wenn sein jetziger Klub in der UEFA Champions League aufläuft. Erst in der Winterpause könnte eine Nachnomination stattfinden. Diese "Notsituation" könnte den Genfer dazu verleiten, in den nächsten Stunden im Wallis zu unterschreiben. Der FC Sion beachtet die Situation genau. Laut der Tribune de Genève soll sich auch der FC Basel 1893 in Position gebracht haben.

Was, wenn der Deal ins Wasser fällt?

Noch hat sich der Wechsel in die Calvin-Stadt nicht zerschlagen. Was wäre aber, wenn genau dieses Szenario eintreten sollte? Gourvennec gab dem Blick-Reporter zu verstehen, dass er einen Ersatz für Junior Kadile brauche. "Ich hoffe, dass Kutesa kommt. Er kennt den Verein. Er würde uns Zeit sparen, unseren Angriff neu aufzubauen."

Über einen allfälligen "Plan B" ist nichts bekannt. Williams gibt sich bedeckt und verrät nicht, ob er einen zweiten Kandidaten in der Hinterhand habe. Die Gerüchte um Harvey Blair stammten bislang nur aus dem Ausland (wir berichteten).
Was mittlerweile klar ist, Sayfallah Ltaief wird nicht nach Genf wechseln. Der Tunesier ist ebenfalls auf der linken Aussenbahn zu Hause und wurde diesen Sommer mit dem SFC in Verbindung gebracht (wir berichteten). Ltaief unterschrieb vor ein paar Wochen beim KS Cracovia in der polnischen Ekstraklasa.

Die Uhr tickt. Noch bis morgen Abend hat Williams die Chance, einen passenden Spieler an Land zu ziehen. Dieser Transfer muss sitzen! Denn die Sympathien des Briten sind derzeit gänzlich aufgebraucht.