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Verpokert? Kutesa-Deal droht zu scheitern

05.09.2026 01:20:10 | Peter

Servette will nachverhandeln - Kutesa und Berater sind überrascht

 

Zu Beginn der Woche horchte man als Servette-Fan auf. Dereck Kutesa soll kurz vor einer Rückkehr zu seinem Jugendklub stehen (wir berichteten). Es seien nur noch Details zu klären, bevor der Flügelspieler wieder im Stade de Genève wirbelt. Jetzt sind die Verhandlungen ins Stocken geraten.

Es ist die Tribune de Genève, welche am späten Freitagnachmittag die überraschenden Infos veröffentlicht. Während die Anhängerschaft eigentlich nur noch auf die Vollzugsmeldung gewartet hat, kam es in Genf zu Komplikationen. Kutesas Berater Paul Bollendorf gibt Sportchef Williams die Schuld, dass der Wechsel seines Mandanten noch nicht vollzogen worden ist. Kutesa soll vor ein paar Tagen in die Schweiz gereist sein. Am Donnerstag stand der Medizincheck beim SFC auf dem Programm. Dieser soll keine gravierenden Probleme aufgedeckt haben. Dennoch soll Williams die bereits vereinbarten Transfermodalitäten erneut nachverhandeln wollen. Eine unschöne Überraschung, wie es Bollendorf beschreibt.

Zu Beginn der Verhandlungen soll der AEK Athen FC noch drei Millionen Euro für Kutesa gefordert haben. In der Zwischenzeit soll der griechische Meister bereit sein, den Schweiz-Angolaner für eine Million ziehen zu lassen. Auch bei den Lohnverhandlungen mit dem Spieler soll es eine Einigung gegeben haben. Der vermeintliche Rückkehrer kam dem SFC entgegen, lässt sein Berater verlauten. Auch bei anderen Vertragsbestandteilen soll sich der 28-jährige auf Forderungen des Vereins eingelassen haben. Nichtsdestotrotz habe man sich auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt. Dies soll für alle Parteien in Ordnung gewesen sein.

Nach Abschluss des Medizinchecks wollte sich Bollendorf mit Williams treffen, um den Deal unter Dach und Fach zu bringen. Als man sich dann im Sitzungszimmer gegenüber sass, soll Williams keinen unterschriftsbereiten Vertrag vorgelegt haben. Der Sportchef wollte, gestützt auf die Resultate des Tests, noch einmal nachverhandeln. Die Ablösesumme müsse auf 500'000 Euro heruntergebrochen werden. Zudem wolle man die Laufzeit des Vertrags um zwei Jahre kürzen. Während der Spieler dem Klub entgegenkommen würde, ist offen, wie man in Griechenland auf die neuen Forderungen reagieren wird. Für den dreifachen Nationalspieler ein Fiasko. Denn mittlerweile sind die Transferfenster in fast allen Ländern geschlossen. Keine gute Ausgangslage für einen wechselwilligen Spieler. Laut Informationen der Tribune de Genève soll man beim FC Sion mitbekommen haben, dass es Probleme in Genf gab. Mischen die Walliser plötzlich im Poker mit? Barthélemy Constantin, Sportchef der Sittener, schloss dies nicht aus.

John Williams will es nicht so weit kommen lassen. Er verspricht, dass die Verpflichtung von Kutesa oberste Priorität habe. "Er ist der Plan A", lässt sich der Engländer zitieren. Wir sind gespannt.