Kapitänsbinde als Sicherheitsmassnahme
Warum Timothé Cognat Kapitän wurde
Seit Beginn der Saison führt Timothé Cognat den Servette FC als Spielführer aufs Feld. Ein "Zückerchen", um den wechselwilligen Franzosen von einem Verbleib zu überzeugen?
"Nein!", meint Jocelyn Gourvennnec. Der Trainer der Calvin-Städter beharrt darauf, dass sein Entscheid, rein taktischer Natur war. Cognat wisse genau, welches Standing er innerhalb des Vereins habe. Dafür brauche es keine Binde am Arm. Diese Haltung unterstreicht Gourvennec auch gegenüber dem französischsprachigen Blick. Der Bretone erläutert, dass Steve Rouiller die Binde eine Reihe nach vorne abgeben musste, weil er die Kapitänsrolle zentral auf dem Platz haben wollte. Mit Cognat, dem Mittelpunkt im Spiel der Grenats, habe er die Lösung dafür. Die Abstimmung mit den gegnerischen Spielführern komme so nicht zu kurz.
Einen anderen Vorteil sieht der Trainer im kommunikativen Bereich. Cognat fange sich viel zu viele gelbe Karten wegen Reklamierens ein. Auch in der abgelaufenen Spielzeit wurde der 28-jährige zweimal verwarnt, weil er zu heftig beim Unparteiischen protestierte. "Das Tragen der Kapitänsbinde erlaubt es ihm, sich auszudrücken. Er kann sich auf offizielle Weise mit dem Schiedsrichter austauschen und wird nicht mehr dafür bestraft, wenn er seine Meinung äussert. Nichtsdestotrotz behaupte ich nicht, dass er in der Vergangenheit nicht ein paar Mal übertrieben hat", fügt Gourvennec an.
Egal, aus welchem Grund Cognat die Armbinde trägt. Mit jedem Tag, der vergeht, vergeht auch Zeit für einen Wechsel zu einem anderen Klub.