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GC erweist sich als willkommener Aufbaugegner

09.08.2026 02:47:54 | Peter

Lambourde hämmert die Grenats zu drei Punkten

 

Nach zwei Niederlagen in zwei Spielen stand Jocelyn Gourvennec an der Seitenlinie des Servette FC unter Druck. Eine Reaktion war bitter nötig. Insbesondere, weil mit GC der Barragteilnehmer der abgelaufenen Spielzeit nach Genf reiste. Gourvennec reagierte mit einem neuen 4-4-2 als Spielsystem, Samuel Mráz und Tiemoko Ouattara.

Letzterer brauchte keine lange Anlaufzeit, um sich auf dem Platz zurecht zu finden. Schon in den Startminuten feuerte Ouattara ein Geschoss in Richtung Gästetor ab. Dort musste Hammel zum ersten Mal eingreifen, um seine Farben vor einem Rückstand zu bewahren.
Die Gäste aus Zürich überstanden die Startoffensive der Grenats unbeschadet. Mit einem hoch angesetzten Pressing und einem schnellen Umschaltspiel kamen sie nach 12 Minuten ebenfalls zu einer Chance. Ein Zuckerpass von Krasniqi erreicht Abrashi. Dieser wird von Cognat sträflich alleine gelassen. Abrashi wählt, alleine vor Gertmonas, den Schuss in die nahe Ecke. Damit schockt er die Servette-Fans und markiert das 0:1. Es war Abrashis erstes Super-League-Tor sein elf Jahren.
Man wagte es kaum auszusprechen, aber Servette legte wieder einen Fehlstart hin. Immerhin versuchten die Calvin-Städter aber umgehend, den Rückstand zu beheben. Ouattara und Cognat kamen zu Abschlüssen, haderten aber mit ihrer Präzision. Es dauerte rund 29 Minuten, ehe der SFC für seine Bemühungen belohnt wurde. Dann kam auf der rechten seite Stevanovic an den Ball. Der Routinier legt ab für Teamkollege Cognat. Mit Gefühl bringtder Franzose die Kugel in die Gefahrenzone, wo Mráz goldrichtig steht. Der Angreifer lenkt das Zuspiel direkt aufs Tor. Hammel kann ein erstes Mal abwehren. Beim zweiten Versuch war dann aber auch der GC-Torhüter geschlagen. Mráz versenkte den Abpraller, mit einem Kopfball, zum 1:1.
Mráz trifft, Ouattara mischt die gegnerische Defensive auf - Gourvennecs Plan ging vorerst auf.
Einen Aufreger gab es kurz vor der Pause. Nach einem Kontakt mit Naressi ging Bengondo im Strafraum zu Boden. Der Sohn von Ex-Servettien Patrick Bengondo bekam allerdings keinen Penalty zugesprochen. Ein Kontakt fand statt, doch für Referee Sanli war dies zu wenig.
So gong es mit einem 1:1 in die Pause. Gewonnen war noch nichts, doch es war wichtig, nicht mit einem Rückstand in die Katakomben zu verschwinden.
Der zweite Durchgang startete mit einer guten Möglichkeit der Gäste. Nach einem ungenügend geklärten Eckball kam Krasniqi nochmals zur Flanke. Der Flügelspieler fand Diaby, der "all in" ging und seinen Volleyversuch über die Latte hämmerte.
Auf der Gegenseite dauerte es ein paar Minuten, ehe auch die Heimmannschaft in der zweiten Hälfte angekommen war. Dann lancierte Maceiras Ayé. Der Stürmer versucht Hammel aus dem Lauf zu überwinden. Der Rückhalt der Hoppers ging als Sieger aus dem Duell.
Nach einer Stunde rückte das Momentum bedeutend auf die Seite der Gastgeber. Schiedsrichter Sanli ahndete ein hartes Einsteigen von Hassane mit der gelben Karte. Weil dies bereits die zweite Verwarnung für den Mann aus Benin war, hatte dies einen Platzverweis zur Folge.
Mit einer numerischen Überzahl suchte Servette die Führung. Eine Viertelstunde vor Schluss "chippte" Cognat das Leder in die Spitze. Dort lief Lambourde in Positon und drückte spektakulär ab. Der Schuss des Franzosen landete im Netz! Ein Traumtor zum 2:1! Und man versuchte gleich nachzudoppeln. Ouattara legt mit dem Absatz für Mráz auf. Dieser sucht den Abschluss, verzieht aber deutlich.
So neigte sich die Partie dem Ende zu. Vorbei war sie allerdings noch nicht. In der Nachspielzeigt legte sich Torschütze Lambourde in den Rasen. Sanli entschied zuerst auf Elfmete, revidierte aber seine Meinung nach Einsicht der TV-Bilder. Auch in dieser Situation war der Kontakt so marginal, dass er nicht als Foulspiel taxiert wurde.

Schlussendlich retteten die Grenats den Sieg über die Zeit. Es war kein grosses Fussballkino, doch es schaute zum ersten Mal etwas Zählbares heraus. Dies sollte etwas Ruhe nach Genf bringen. In der kommenden Woche steigt man im Schweizer Cup ein. Gegen den FC Bavois will man sich den Frust von der Seele schiessen - und sich keinesfalls blamieren.


Servette FC – Grasshopper Club Zürich 2:1 (1:1)

Stade de Genève : 6'410 Zuschauer
Schiedsrichter : Hüseyin Sanli ; Benjamin Zürcher, Matthias Sbrissa
VAR : Mirel Turkes ; Julian Müller
Tore : 12' Abrashi (0:1), 29' Mráz (1:1), 75' Lambourde

Servette FC : Gertmonas ; Maceiras (88' Mendes), Rouiller, Burch, Mazikou (46' Njoh) ; Stevanovic, Naressi, Cognat, Ouattara (82' von Moos) ; Mráz (88' Douline), Ayé (71' Lambourde)

Grasshopper Club Zürich : Hammel ; Stroscio, Diaby, Mikulic (86' Sahin), Rissi (86' Giandomenico) ; Meyer ; Hassane, Abrashi (56' Clemente), Krasniqi ; Muci (63' Conateh), Bengondo (63' Marques)

Verwarnungen : 9' Stroscio, 18' Hassane, 41' Muci, 42' Bengondo, 43' Naressi, 64' Cognat
Gelb-Rot : 59' Hassane

Bemerkungen : Servette ohne Frick, Kadile, Lopes, Severin. Simo (Verletzt), Bronn, Djoho, Jallow, Leclercq, Morandi, Nunez, Zuka (Nicht im Aufgebot) ; GC ohne Lee (Gesperrt), Arigoni, Decarli, Plange (Verletzt), Avdullahu, Beka, Ferrazza, Fiechter, Kabashi, Mantini, Martins, Muogbo, Papic, Thüring, Ullmann (Nicht im Aufgebot)