Pläne für Reduktion der Stadionkapazität
Das Ziel sind 15'000 Plätze
Im Juni kündigte der SFC Veränderungen im Innenraum des Stade de Genèves an (wir berichteten). Mittlerweile weiss man, wie man konkret vorgehen möchte.
Gegenüber der Tribune de Genève enthüllten die Servette-Verantwortlichen erste Pläne, wie die Kapazität des Stadions nach unten gedrückt werden soll. 15'000 Plätze soll das Stade de Genève in Zukunft bei Heimspielen des Servette FC fassen. Ziel der Aktion ist eine verdichtetere Positionierung der Fans, welche der Atmosphäre im weiten Rund zu Gute kommen soll. Ein Plan, der in der Führungsetage schon seit letztem Winter diskutiert wurde. Ende August soll Bewegung in die Sache kommen. MIt Planen sollen gewisse Sektoren komplett-, andere wiederum nur teilweise abgedeckt werden. Bis Mitte September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Nicht angetastet wird die Tribune Nord. Der Ort, an dem sich seit jeher die meisten Fans versammeln, wird nicht als Problemzone eingestuft. Vor allem die Ecken auf der Südseite des Stadions sowie Teile der Gegengeraden werden den Massnahmen zum Opfer fallen. Die Kosten für die Planen werden auf zirka CHF 80'000.- beziffert. Ein Betrag, den sich der Klub mit seinen Hauptsponsoren teilt. Die Banner, eigentlich in schlichtem Grenat gehalten, sollen im Gegenzug auch als Werbefläche von den Sponsoren genutzt werden können.
In welchen Fällen werden die Planen entfernt?
In den meisten Fällen, insbesondere in der aktuellen sportlichen Situation, reichen die 15'000 Plätze im Stade de Genève aus. Was aber, wenn man plötzlich um den Meistertitel mitspielt und mehr Zuschauer den Weg nach la Praille finden könnten? Wird man dan schwach und entfernt die Planen? "Nein, das sei nicht das Ziel", verkünden Generalsekretär Steven Guignard und der Kommunikationsverantwortliche Loïc Lüscher gegenüber der genfer Zeitung. Man stelle sich darauf ein, dass das Stadion "neu" nur noch 15'000 Fans Pllatz bieten werde. Anpassungen soll es nur, nach interner Absprache, zum Saisonende geben. Ausnahme seien Spiele der Nationalmannschaft oder allfällige europäische Auftritte in der kommenden Saison. Da müsste man darüber reden, wenn es soweit ist.
Foto: tdg.ch