Baustelle wird wieder aufgerissen
Timothé Cognat widerspricht Aussage zu abgehaktem Wechselwunsch
Das Auftaktspiel zwischen dem Servette FC und dem FC Basel 1893 ist kaum abgepfiffen, da sorgt Timothé Cognat für Stirnrunzeln.
Noch am Freitag hiess es, dass Servette seinen Mittelfeldspieler über den Sommer hinaus halten könne. Jocelyn Gourvennec verkündete in den Medien, dass der Spieler im Kopf ganz bei seiner Aufgabe in Genf sei (wir berichteten). Ein bisschen anders beurteilt Cognat die Sachlage. Direkt nach dem Abpfiff entgegnete der Franzose der Tribune de Genève überraschend, dass die Situation für ihn noch nicht geklärt sei. Auf die Frage, ob er sich vorgenommen habe, eine weitere Saison im Servette-Trikot zu spielen, antwortet der 28-jährige überraschend deutlich. "Nein, ich kann nicht sagen, dass ich mir das vorgenommen habe. Wie immer, wenn ich für Servette auf dem Platz stehe, werde ich alles geben. Aber wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Auch wenn wir nach dieser Niederlage gegen Basel frustriert sind, kann diese Mannschaft eine gute Saison spielen. Wie das aber in Bezug auf meine persönliche Situation aussieht, ist eine andere Sache. Das regeln der Klub und ich selbst."
Jocelyn Gourvennec erfuhr auf der Pressekonferenz von den Aussagen Cognats. "Wann hat er das gesagt? Jetzt eben? Nein, nein! Er ist Captain. Ich habe das am Anfang der Saison mit Timo besprochen. Das ist für uns kein Thema", beschwichtigte der Trainer gegenüber den Medienschaffenden. Der Blick hakte nach und fühte an, dass es offensichtlich für den Spieler ein Thema sei. "Vielleicht für ihn, aber nicht für mich", wiegelte Gourvennec ab.
Die Situation um Timothé Cognat scheint also bei Weitem nicht geklärt. Es darf gehofft werden, dass man die Baustelle möglichst schnell bereinigt, bevor sich die Diskussion negativ auf die Mannschaftsleistung auswirkt.