Das Leder rollt wieder! Die Super-League-Ausgabe 2026/2027 wurde mit der gestrigen Partie zwischen dem Servette FC und dem FC Basel 1893 eröffnet. Nach den ersten 90 Minuten bleibt den SFC-Fans nur eines - Frust.
Wie angekündigt fehlten mit Edvinas Gertmonas und Junior Kadile zwei eingeplante Stammkräfte. Und wie erwartet durften Léo Bessond und Lilian Njoh in die Bresche springen.
Nach einer ruhigen Startviertelstunde waren es die Gäste aus Basel, welche die 8'351 Zuschauer als erstes zum Raunen brachten. Mit einem Heber über die Abwehrkette hebelte Malachowski die genfer Defensive aus. Shaqiri lief clever in den freien Raum, setzte seinen Abschlussversuch aber ins Aussennetz.
Gefühlt hatte die Gourvennec-Elf mehr Ballbesitz. Brenzlig wurde es aber nur vor dem eigenen Tor. So auch nach 23 Minuten. Dann schlug Tsunemoto einen Flanke von rechts in die Gefahrenzone. Per Direktabnahme lenkte Daniliuc die Vorlage des Ex-Servettiens aufs Tor. Besson hatte das Nachsehen, durfte sich aber bei der Latte bedanken, dass sie das rotblaue Führungstor herauszögerte.
Servette war weiterhin bemüht. Im Mittelfeld gefielen die Kombinationen sowie das Duo Cognat-Naressi. Ging es aber weiter nach vorne, haderte man als Fan mit den Abschlussqualitäten der eigenen Spieler. Erst fehlte es Ayé an Power im Abschluss, dann liess Cognat eine andere Grosschance liegen. Dies, nachdem Verteidiger Victory eine Njoh-Hereingabe durchrutschen liess. Stevanovic legte geistesgegenwärtig für seinen langjährigen Mitspieler ab. Anstelle das Leder unter die Latte zu hämmern, feuerte Cognat aber ein "Schüsschen" ab, das schon fast als Rückpass zum Torwart gewertet werden könnte. Hier hätte zwingend mehr aus der Szene resultieren müssen.
Bevor es in die Pause ging, meldete sich ein Sommerneuzugang in der Super League an. Aus der Distanz zog Lambourde ab und prüfte Salvi. Der routinierte Goalie im FCB-Tor hielt ohne Probleme.
Unter den Augen von Nati-Shootingstar Johan Manzambi ging es für die beiden Teams torlos in die Pause.
Mit anderen Erwartungen nach Genf gereist, rissen die Basler zum Start der zweiten Hälfte das Zepter an sich. Otele per Kopf nach einem Eckball, und Sow mit dem Fuss nach einem Solo, sorgten für die Musik. Doch auch hier verstummten die Fanfaren des Angriffsfussballs schnell wieder. Ein Stevanovic-Weitschuss auf der Gegenseite bremste die Offensivbegehrlichkeiten aus.
Das Spiel plätscherte nun vor sich hin. Ein 0:0 hätte niemanden überrascht. Doch dann kam die verhängisvolle 78. Minute. Der eingewechselte Olaigbe schickte Louis in den Servette-Sechzehner. Dieser erläuft sich den Steilpass, wird aber von Mendes umgegrätscht. Schiedsrichter Schnyder musste sich die Szene nicht zweimal anschauen. Sofort entschied der Unparteiische auf Strafstoss für das Auswärtsteam. Ein Geschenk von Mendes, der Defensiv eigentlich eine gute Leistung gezeigt hatte. Basels Neuzugang Celar übernahm die Ausführung des Elfmeters. Der Slowene täuscht an, schickt Besson in die falsche Ecke und verwertet zum 0:1. Von diesem Rückstand konnten sich die Grenats nicht mehr erholen.
Mit einem knappen 0:1 muss sich der Servette FC schlussendlich geschlagen geben. Zu ungeschickt stellte man sich an, um hier einen Punkt im Stade de Genève behalten zu können. Am kommenden Samstag gibt es die erste Chance auf Besserung. Dann gastiert man im Letzigrund beim FC Zürich.
Servette FC – FC Basel 1893 0:1 (0:0)
Stade de Genève : 8'351 Zuschauer
Schiedsrichter : Urs Schnyder ; Benjamin Zürcher, Marco Zürcher
VAR : Johannes von Mandach ; Julian Müller
Tore : 78' Celar (Foulpenalty) (0:1)
Servette FC : Besson ; Mendes (85' Maceiras), Rouiller, Burch, Mazikou ; Lambourde (78' Ouattara), Naressi, Cognat, Njoh (85' Nunez) ; Stevanovic ; Ayé (69' Mráz)
FC Basel 1893 : Salvi ; Tsunemoto, Daniliuc, Victory, Cissé (22' Louis) ; Metinho, Malachowski (69' Leroy) ; Sow, Shaqiri (69' Ajeti), Otele (69' Olaigbe) ; Celar
Verwarnungen : /
Bemerkungen : Servette ohne Frick, Gertmonas, Kadile, Lopes, Severin. von Moos (Verletzt), Bronn, Djoho, Jallow, Leclercq, Morandi, Philippin, Rizvanovic, Simo, Zuka (Nicht im Aufgebot), SFC-Pflichtspieldebüt von Léo Besson, Mathis Lambourde, Quentin Maceiras, Pedro Naressi, Tristan Nunez ; Basel ohne Omlin (Krank), Eduardo, Sigua (Verletzt), Doucoure, Harder, Hoch, Jovanovic, Kakor, Koloto, Rüegg, Senaya, Sotiček (Nicht im Aufgebot), 23' Lattenschuss von Daniliuc

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