Von der Vereinssuche ins Servette-Tor
So hätte sich Jocelyn Gourvennec den Start in die Saison 2026/2027 wohl nicht vorgestellt.
Der französische Übungsleiter des Servette FC muss bekanntlich auf den neuen, planmässigen Stammtorwart Edvinas Gertmonas verzichten. Auch Jérémy Frick fehlt nach einer Operation für mehrere Wochen (wir berichteten). Im heutigen Duell mit dem FC Basel 1893 wird deshalb Léo Besson das Tor der Calvin-Städter hüten. Für das Eigengewächs ist es der erste Ernstkampf in einem Einsatz mit den Profis. Dasss es soweit kommt, hätte vor ein paar Wochen wohl niemand gedacht. Als Besson von seiner Leihe beim FC Stade-Lausanne-Ouchy in die Heimat zurückgekehrt war, soll ein enttäuschendes Gespräch stattgefunden haben. In diesem soll man ihm lediglich die Rolle des dritten Torwarts zugesichert haben. Die Hierarchie schien bereits definiert, weil Gourvennec Frick unbedingt als "Stimmungsmacher" in der Kabine benötigt.
Besson soll sich, so weiss es die Tribune de Genève, in der Folge nach einem neuen Klub umgesehen haben. Der Yverdon Sport FC schien reges Interesse am 23-jährigen zu bekunden. Auch ein Verein aus der Super League soll angeklopft haben. Ein Name wurde nicht genannt, es könnte sich aber um GC gehandelt haben. Die veränderte Situation in Genf schien nun die Wechselgelüste etwas ausgebremst zu haben. Besson wird die ersten beiden Spieltage auf dem Platz, statt auf der Tribüne verbringen. Kann er Frick die Rolle als "Nummer Zwei" streitig machen? Oder kommt doch noch zu einem Transfer? Der einstige U21-Goalie des kosovarischen Nationalteams wird die Antwort in ein paar Wochen kennen.

Foto: R.B.
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