FIFA WM: Bronn in der Startelf
Tunesien scheidet vorzeitig aus
In der Schweiz erleben wir derzeit Tropennächte. Wer letzte Nacht nicht schlafen konnte, der gönnte sich vielleicht das WM-Gruppenspiel zwischen Tunesien und Japan - notabene das eintausendste Spiel der WM-Geschichte.
Bei Tunesien herrschte nach der 5:1-Startniederlage gegen Schweden (wir berichteten) das pure Chaos. Trainer Sabri Lamouchi, erst seit Anfang Jahr im Amt, wurde per sofort freigestellt. "Trainerfuchs" Hervé Renard übernahm den Scherbenhaufen und sollte retten, was eigentlich nicht zu retten war.
Für das Spiel gegen Japan setzte Renard auf Dylan Bronn. Der Servettien durfte von Beginn weg mittun und hatte sofort alle Hände voll zu tun. Denn die Japaner deckten sofort die Defensivprobleme der "Adler von Karthago" auf. Schon in der 4. Minute brachte Daichi Kamada (Crystal Palace FC /ENG) "Samurai Blue" in Führung. Tunesiens Hintermannschaft hinterliess dabei keinen guten Eindruck. Auch in der Folge brannte es in der Verteidigung der Nordafrikaner. Bronn rettete einmal in Extremis mit einer starken Grätsche. Der Trainerwechsel zeigte bei Tunesien keine Wirkung. Ayase Ueda (Feyenoord Rotterdam /NED) sorgte nach 31 Minuten bereits für die Vorentscheidung.
Bronn musste zur Halbzeit seinen Platz räumen. Er wurde durch Mohamed Ben Hamida (Espérance Tunis /TUN) ersetzt. Genützt hat es nicht viel. Japan war nach 69 Minuten durch Junya Ito (KRC Genk /BEL) erfolgreich und machte dann, mit Uedas zweitem Treffer, den 4:0-Kantersieg perfekt. Die tunesischen Fans im mexikanischen Guadelup waren bedient.
Denn mit dieser Niederlage im zweiten Gruppenspiel steht das vorzeitige WM-Out bereits fest. Die letzte Partie gegen die Niederlande (Freitag, 26.06.2026 01:00 Uhr) hat für Tunesien nur noch den Charakter eines Freundschaftsspiels.