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WM-Check - Wie viel SFC steckt in dieser Endrunde?

10.06.2026 00:04:15 | Peter

Kanada, Mexiko, USA - Welche (Ex-)Servettiens dürfen mittun?

 

Ab morgen rollt der Ball an der FIFA Weltmeisterschaft 2026. Wie bei jeder grösseren Endrunde blicken wir auf die Kader der verschiedenen Teilnehmer. Wie viel Servette steckt in dieser WM-Ausgabe?

Insgesamt sechs Akteure trugen schon das Trikot des genfer Traditionsvereins. Einer tut dies gar heute noch. Hier stellen wir euch die jeweiligen WM-Fahrer vor:

Dylan Bronn (Tunesien)

Dass Dylan Bronn an der WM dabei ist, haben regelmässige Besucher unserer Website bereits mitbekommen. Der Routinier kämpfte sich nach einer Knieverletzung zurück und schaffte es ins Aufgebot von Tunesien-Trainer Lamouchi. Diese Nomination dürfte auch die SFC-Verantwortlichen freuen. Denn der Verein profitiert von einer Spesenausschüttung der FIFA. Rund CHF 220'000.- soll der Servette FC als Entschädigung erhalten, um den Verteidiger für die WM-Endrunde abzustellen. Sollten Bronn und seine Landsleute die Gruppenphase überstehen, kommen weitere Gelder dazu. Für Bronn selbst ist es die dritte Weltmeisterschaft, an welcher er teilnehmen darf. 2018 durfte sich, der heute 30-jährige, in Russland als Torschütze feiern lassen. Im zweiten Gruppenspiel der Tunesier traff Bronn gegen Belgien. Genutzt hatte es nichts, Die "roten Teufel" entschieden die Partie mit 5:2 für sich.

Omar Rekik (Tunesien)

Nebst Dylan Bronn steht mit Omar Rekik ein weiterer Akteur mit Servette-Vergangenheit im Kader von Tunesien. Der Innenverteidiger stiess zu Beginn des Jahres 2024 zum SFC. Die damalige Arsenal-Leihgabe bestritt allerdings keinen Ernstkampf für den Verein, da er von der Lizenzpanne der Servette-Administration betroffen war. Seine Karriere lancierte der 24-jährige später in Slowenien. Beim NK Maribor fasste er Fuss um Profigeschäft und empfahl sich für das Nationalteam.
Für Rekik dürfte vor allem das dritte Gruppenspiel emotional werden. In diesem trifft Tunesien auf die Niederlande. Das Land, in welchem Rekik aufgewachsen ist, und für welches er noch bis zur U18-Nationalmannschaft selbst gekickt hatte.

Timothy Fayulu (D.R. Kongo)

Beim FC Sion ist der gebürtige Genfer voraussichtlich nicht mehr erwünscht. Dies machte den früheren SFC-Nachwuchsgoalie auch zu einem Kandidaten für den offenen Posten im Tor der Calvin-Städter. Spätestens seit der Verpflichtung von Edvinas Gertmonas ist dieses Thema vom Tisch. Fayulu, zuletzt an den FC Noah in Armenien verliehen, muss sich in Nordamerika für eine neue Aufgabe empfehlen. Dies dürfte schwierig werden. Der 26-jährige ist in der Nationalmannschaft der demokratischen Republik Kongo oftmals nur zweite Wahl.

Zeki Amdouni (Schweiz)

Wie Timothy Fayulu trug auch Zeki Amdouni das Servette-Trikot nur auf Juniorenstufe. Heute ist der Stürmer beim Burnley FC in England aktiv, mit dem er kürzlich aus der Premier League abgestiegen ist. In der Schweiz hofft man auf eine Exploit des 25-jährigen. Dieser muss die Erwartungen aber etwas bändigen. Amdouni, der auch für Tunesien und die Türkei spielberechtigt gewesen wäre, stösst quasi ohne Spielpraxis zur Yakin-Truppe. Er kommt von einem Kreuzbandriss zurück.

Johan Manzambi (Schweiz)

Beim SC Freiburg gehörte Johan Manzambi zu den Überfliegern der Saison. Das, leider verlorene, Finalspiel in der UEFA Europa League soll nicht das letzte Highlight seines Fussballjahres gewesen sein. Mit der Nati will der polyvalente Mittelfeldspieler abliefern. Seine Juniorentrainer aus Servette-Zeiten dürften Stolz vor den Fernsehgeräten sitzen. Vielleicht ist diese Endrunde das endgültige Sprungbrett für den 20-jährigen. Spätestens dann muss man sich auch in Freiburg Gedanken machen, wie die Zukunft ohne Manzambi aussehen könnte.

Denis Zakaria (Schweiz)

Im defensiven Mittelfeld fühlt sich Denis Zakaria fast so wohl, wie wenn er beim Familienbesuch durch die Strassen seiner Heimatstadt Genf schlendert. Der 29-jährige scheint, nach Engagements bei Borussia Mönchengladbach, Chelsea und dem Juventus FC endlich einen passenden Verein gefunden zu haben. "Zak" fürt die AS Monaco regelmässig in der Ligue 1 als Kapitän aufs Feld. Im schweizer Nationalteam hat das SFC-Eigengewächs einen schwereren Stand, als bei der ASM. Nati-Coach Murat Yakin testete den (jetzt) dreifachen WM-Fahrer zuletzt auch als Aussenverteidiger oder in einer Dreierabwehr. Egal wo der Ex-Servettien zum Einsatz kommtn er wird sich über jede Spielminute im Nati-Dress freuen.

Wir wünschen allen (Ex-)Servettiens ein erfolgreiches und vor allem unvergessliches Turnier!