Marco Burch scheint in Genf anzukommen
Seit letztem Winter hält Marco Burch seine Knochen für Servette hin. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten scheint der Obwaldner in der Calvin-Stadt anzukommen.
Auch Burch selbst zeigt sich durchaus zufrieden. Den Wechsel zurück in die Schweiz bereut er nicht. Im Interview mit dem französischsprachigen Blick gab er bekannt, dass er keine Sekunde gezögert habe, als das Angebot von Servette reingeflattert kam. Einzig die Sprache habe seine Euphorie etwas ausgebremst. Aufgrund der sprachlichen Barriere befürchtete Burch, den Zugang zum Team nicht finden zu können. Mittlerweile scheint der Innenverteidiger aber auch dieses Problem in den Griff zu bekommen. Er sei daran, sein Französisch aufzufrischen. Innerhalb der Mannschaft könne er sich aber gut auf Englisch verständigen. Von der Mannschaft sei er super aufgenommen worden.
Auf dem Rasen fühlt sich Burch mittlerweile auch wohl. Zu Beginn hatte er seine Schwierigkeiten mit der Umstellung vom polnischen zum schweizerischen Fussball. Mangels Spielzeit fehlten auch die Automatismen. Dafür brauchte es Zeit. Er fühle sich mit jedem Einsatz besser. In der kommenden Saison wolle er, zusammen mit seinen Teamkollegen, wieder angreifen und vorne mitspielen. Darauf liegt der Fokus des 25-jährigen, der zusammen mit seiner Freundin nach Genf gekommen ist.
Burch könne sich, laut eigener Aussage, durchaus vorstellen, mehrere Jahre beim SFC zu bleiben. "Auch wenn du die Zukunft nie genau kennst", fügt er an. In der Romandie hat der Innerschweizer auch einen Mentalitätsunterschied bemerkt. "In der Deutschschweiz geht man die Themen viel emotionaler an. In der Westschweiz relativiert man viel und handelt ruhiger. Er könne sich aber nicht festlegen, welche der Herangehensweisen besser sei.
Angesprochen auf die Nationalmannschaft weicht der einstige U21-Nati-Kapitän aus. "Die Leistungen bei Servette müssen stimmen. Erst dann kann die Nati überhaupt zum Thema werden". Mit dieser Selbstreflexion wird Burch seine Leistungen bewerten und sich nach den Sommerferien für einen Stammplatz aufdrängen. Mit Dylan Bronn ist ein direkter Konkurrent von einer Verletzungspause zurückgekehrt. Es bleibt spannend bei den Grenats.

Foto: R.B.
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