Am heutigen Muttertag dürften gleich ein paar junge Genfer ihren Müttern einige zu erzählen gehabt haben Für das Auswärtsspiel in Luzern nominierte Jocelyn Gourvennec gleich sieben Spieler, welche die Saison noch in einem Nachwuchsteam der Grenats begonnen haben. Leider rechte es nur Thomas Lopes zu einem Einsatz.
In der Swissporarena gehörte Servette die erste Chance der Partie. Nach 11 Minuten fasste sich Stevanovic ein Herz und setzte zu einem Weitschuss an. Bajrami lenkte den Versuch des Bosniers mit dem Kopf ab. Diese Veränderung der Flugbahn reichte aus, um das Geschoss für FCL-Keeper Loretz unhaltbar zu machen - 0:1!
Nach dem Führungstor der Gäste reagierte der FCL. Meyer fand keinen Weg durch die Beine der genfer Defensive. Für die Calvin-Städter doppelte, nach einer knappen halben Stunde, beinahe mit dem Kopf nach. Diesmal war Loretz zur Stelle.
Für den gesperrten Srdanovic berief Gourvennec Mendes in die Startaufstellung. Der Winterneuzugang hatte in der 39. Minute seinen grossen Auftritt, als er Lopes mit einem frechen Pass in Szene setzte. Der rechte Flügel ist momentan in Topform und versenkte die Kugel gefühlvoll im langen Eck. Das 0:2 war ein absolut sehenswerter Treffer.
Bei diesem Resultat blieb es bis zur Pause.
Im zweiten Durchgang liessen die Luzerner als erstes aufhorchen. Kabwit versuchte es aus spitzem Winkel, blieb jedoch an Frick hängen.
Die Gäste aus der Romandie brauchten fast bis zur Stundenmarke, ehe sie wieder zu einer nennenswerten Aktion gekommen sind. Aus bester Position vergab Mráz den sichergeglaubten Matchball. Der Angreifer hatte nach Lopes' Zuspiel das leere Tor vor sich, spedierte die Kugel aber über die Latte hinweg.
"Wer sie vorne nicht macht, der kriegt sie hinten" - wieder einmal mehr hatte das Sprichwort an diesem Nachmittag seine Richtigkeit. Erst zog Winkler von der Strafraumgrenze ab und verkürzte auf 1:2, kurz darauf nickte Bajrami einen Ciganiks-Corner zum 2:2 ins Tor. So schnell kann es gehen.
Servette wirkte einen Moment lang perplex. Dennoch schien sich die Gourvennec-Truppe wieder zu fangen. Loretz musste einen Abschlussversuch von Kadile abwehren, nachdem sich dieser durch die gegnerische Abwehrreihe getanzt hatte. Der FCL konnte die Situation nicht klären. Kadile lenkte den Ball zu Njoh, der ihn irgendwie über die Linie drückte.
Aus sicht der Genfer war auch die Freude über diesen Führungstreffer nur von kurzer Dauer. Nur zwei Minuten später legte Ciganiks für Kabwit auf. Dieser profitierte vom zögerlichen Eingrefen Rouillers und markierte stark das 3:3.
Mit diesem Ergebnis trennten sich die beiden Teams wenig später. Es war ein torreicher Abend in der Swissporarena. Weil es, sprichwörtlich gesagt, um die goldene Ananas ging, war es schade, dass man keinen Debütanten auf dem Platz gesehen hatte. Vielleicht ändert sich dies am Dienstag daheim gegen den FC Lausanne-Sport. Wir werden dabeisein.
FC Luzern – Servette FC 3:3 (0:2)
Swissporarena : 10'354 Zuschauer
Schiedsrichter : Hüseyin Sanli ; Pascal Hirzel, Noël Lötscher
VAR : Fedayi San ; Johannes von Mandach
Tore : 11' Stevanovic (0:1), 39' Lopes (0:2), 67' Winkler (1:2), 73' Bajrami (2:2), 79' Njoh (2:3), 81' Kabwit (3:3)
Servette FC : J. Frick ; Mendes, Rouiller, Burch, Mazikou ; Fomba (81' Ondoua), Douline ; Lopes (65' Njoh), Stevanovic, Kadile ; Mráz (65' Guillemenot)
FC Luzern : Loretz ; Ottiger (86' Karweina), Freimann, Bajrami, Fernandes (63' Ciganiks) ; Kabwit, Owusu, Winkler, Di Giusto (63' Ferreira) ; Vasovic (63' Villiger), Meyer (46' Spadanuda)
Verwarnungen : 48' Lopes, 54' Ottiger, 57' Kadile, 76' Guillemenot
Bemerkungen : Servette ohne Srdanovic (Gesperrt), Allix, Atangana, Ayé, Bronn, Cognat, Mall, Severin (Verletzt), Jallow, Morandi, Scandurra (Nicht im Aufgebot) ; Luzern ohne Dorn (Gesperrt), Abe (Krank), Vasic, von Moos, Xhemalija, Zimmermann (Verletzt), Huwiler, Löfgren, Matuanana, Sadikaj, Willimann, Wyss (Nicht im Aufgebot)

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