Ach, wie gut, dass niemand weiss...
Gourvennecs Rumpelstilzchen haben ausgetanzt
Für die einen war es ein Ärgernis, für andere eine Selbstverständlichkeit - das Fehlen der Namen auf den Trikots der jungen Servettiens. Seit letztem Sonntag gibt es keinen Grund zur Aufregung mehr. Ishuayed, Lopes & co. sind künftig "beschriftet".
"Die Liga hat uns an den Ohren gezogen", entgegnete Jocelyn Gourvennec auf eine Anfrage der Tribune de Genève. Diese soll den Klub darauf hingewiesen haben, dass Beflockungen der Spielertrikots obligatorisch seien. Nur bei kurzfristigen Änderungen im Aufgebot, würde die SFL den Einsatz solcher Trikots gutheissen. Ansonsten werden einheitliche Trikotsätze erwartet.
Entsprechend entschloss man sich in Genf dazu, den Rüffel hinzunehmen. Die Shirts der Spieler, die im Verlauf der Saison in die 1. Mannschaft hochgezogen worden sind, wurden mit den Namen ergänzt. Betroffen waren Téo Allix, Malek Ishuayed, Thomas Lopes oder Mardochée Miguel. Wie immer wieder berichtet worden war, wollte man die Spieler mit den fehlenden Namen motivieren. Diese müssen "verdient" werden, schien das Credo von Gourvennec zu sein. Während dies für die Spieler keine grosse Sache zu sein schien, wirkte die Massnahme gegen aussen wie amateurhaftes Verhalten eines Klubs. Es wurde darüber gespottet, dass es die Grenats nicht schaffen würden, ihrer Mannschaft einen vernünftigen, kompletten Trikotsatz zur Verfügung zu stellen. Das Vorgehen war insbesondere schwammig, weil andere Nachwuchstalente (Jamie Atangana & Loun Srdanovic) ihre Namen seit Saisonbeginn auf dem Rücken trugen.
Drei Spieltage vor Saisonende ist das Thema vom Tisch. Hoffen wir darauf, dass sich unsere Jungspunde bald auch abseits ihres Rückens einen Namen machen werden.