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GC bleibt Servettes Lieblingsgegner

03.05.2026 21:22:18 | Peter

Ein ruhiger Nachmittag in der Limmatstadt

 

Gegen keine andere Mannschaft hat der Servette FC seit Einführung der Super League mehr gewonnen, als gegen GC. In 31 Partien waren die Servettiens 20-Mal siegreich. Fünf Vollerfolge feierten die Zürcher. Die restlichen Duelle gingen unentschieden aus. Auch am heutigen Nachmittag sollte die Statistik nich verfälscht werden.

Im Letzigrund hatte Servette die erste dicke Chance. Nach einem starken Kadile-Solo fing GC-Goalie Hammel den Flankenball des Servettiens ab. Der Rettungsversuch landete vor den Füssen von Lopes. Der Youngster reagiert zu überhastet und haut das Leder über den Kasten.
Es war ein ruhiger Nachmittag in Zürich, der niemanden von den Sitzen zu reissen vermochte. Erst nach einer halben Stunde kam wieder etwas Feuer in die Partie. Dann stieg Arigoni überhart gegen Mazikou ein. Mit offener Sohle erwischte der GC-Verteidiger den Kongolesen am Schienbein. Schiedsrichter Wolfensberger zückte sofort die gelbe Karte, wurde dann aber vom VAR an den Bildschirm zitiert. Wolfensberger revidierte den Entscheid und schickte Arigoni unter die Dusche. Für das Heimteam kam der Platzverweis im dümmsten Moment. Nur wenige Augenblicke zuvor musste bereits der andere Aussenback vom Platz. Bei Stroscio schlug die Verletzungshexe zu.
Als sich die Wogen wieder geglättet hatten, konnte Kadile den fälligen Freistoss treten. Mit Zug spedierte er die Kugel vors Tor, wo Abels fürs Erste klären konnte. Mit dem Kopf brachte Fomba die Kugel zurück in die Gefahrenzone. Stevanovic übernahm und spielte scharf vor das Gehäuse. Pechvogel Ullmann fälschte das Zuspiel unhaltbar ab und lenkte es ins eigene Tor. Das 0:1 der Gäste war gleichzeitig auch das Pausenresultat. 
Kurz nachdem das Spiel wieder aufgenommen wurde, sorgte der SFC für dei Vorentscheidung. Lopes kommt an der rechten Strafraumgrenze in Ballbesitz. Mit Gefühl schlenzt der junge Franzose das Spielgerät ins lange Eck - 0:2! Von diesem Tor erholte sich der Rekordmeister nicht mehr. Im Schongang spielten die Grenats die Partie herunter. Auf Vorarbeit von Kadile erhöhte Mráz beinahe noch auf 0:3. Der Slowake scheiterte am hervorragend reagierenden Hammel. Der Torhüter der Hoppers war einer der wenigen Blauweissen, die in dieser Spielzeit positiv in Erscheinung getreten sind. Dies bestätigte der gebürtige Basler in der 68. Minute, als er auch gegen Kadile die Oberhand behielt.
Danach plätscherte das Spiel wieder vor sich hin. Quasi mit dem Abpfiff setzte Guillemenot den Schlussstrich unter das Gezeigte. Per Seitfallzieher hämmerte er das Leder an die Torumrandung. Das Traumtor sollte nicht fallen.

Souverän und ohne zu zittern nehmen die Servettiens die drei Punkte mit nach Hause. Am nächsten Samstag reisen sie wieder in die Deutschschweiz. Dann wartet der FC Luzern in der Swissporarena.

Grasshopper Club Zürich – Servette FC 0:2 (0:1)

Stadion Letzigrund : 4'665 Zuschauer
Schiedsrichter : Sven Wolfensberger ; Guillaume Maire, Christophe Loureiro
VAR : Michèle Schmölzer ; Urs Schnyder
Tore : 33' Ullmann (Eigentor) (0:1), 51' Lopes (0:2)

Servette FC : Frick ; Mendes (64' Srdanovic), Rouiller, Burch, Mazikou ; Fomba, Douline (76' Njoh) ; Lopes (76' Morandi), Stevanovic (85' Guillemenot), Kadile ; Ayé (64' Mráz)

Grasshopper Club Zürich : Hammel ; Arigoni, Ngom (74' Mikulic), Köhler, Stroscio (26' Ullmann) ; Abels, Abrashi (46' Marques) ; Meyer (65' Hassane), Asp Jensen, Zvonarek (65' Papic) ; Lee

Verwarnungen : 14' Zvonarek, 46' Mendes, 84' Srdanovic, 86' Köhler
Rot : 33' Arigoni

Bemerkungen : Servette ohne Ondoua (Gesperrt), Allix, Atangana, Bronn, Cognat, Mall, Severin (Verletzt), Jallow, Scandurra, Vincent (Nicht im Aufgebot), 90'+3 Pfostenschuss von Guillemenot ; GC ohne Bengondo, Clemente, Decarli, Diaby, Frey, Plange (Verletzt), Beka, Bettkober, Creti, Diarrassouba, Kabashi, Mantini, Paloschi, Rissi, Seji, Würgler (Nicht im Aufgebot)