Keine Spielpraxis für Keyan Varela in Fürth
Es ist eine Situation, mit der niemand so richtig glücklich ist. Servette-Talent Keyan Varela "flüchtet" in der Winterpause aus der Schweiz. Beim SFC wirft man ihm vor, nicht dieselben Werte zu vertreten, wie der Verein. Zudem scheint der Spieler mit dem Gesetz in Konflikt gekommen zu sein (wir berichteten).
Nach dem geplatzten Transfer zum polnischen Erstligisten Jagiellonia Bialystok musste ein "Plan B" her. Dieser schien ein Leihgeschäft mit Kaufoption zu sein. Die SpVgg Greuther Fürth nutzte die Chance und nahm sich dem 19-jährigen an. Im Absteigskampf der 2. Bundesliga hätte Varela ein belebendes Element für die Offensive des Kleeblatts sein sollen. Gekommen ist es ganz anders. Drei Kurzeinsätze stehen Mitte April auf dem Konto des Portugiesen. Für die letzten vier Partien nahm ihn Ex-Basel-Trainer Heiko Vogel nicht einmal mehr aufs Matchblatt. Dies hatte zur Folge, dass Varela auch die Spiele mit der portugiesischen U20-Nationalmannschaft verpasste. Hadert der schnelle Aussenläufer mit Verletzungsproblemen, wollten die "Nürnberger Nachrichten" wissen und hakte beim Klub nach. Der Spieler sei fit und einsatzfähig, gab Sportdirektor Stephan Fürstner Auskunft und verweist auf das Leistungsprinzip. Es herrsche ein interner Konkurrenzkampf. Dem Ziel "Klassenerhalt" werde alles untergeordnet, weshalb nur diejenigen Spieler aufgestellt werden, welche sich im Training anbieten. Auch wenn es Fürstner nicht direkt ausspricht, aber Zeit für Experimente scheint man im Frankenland nicht zu haben. Am letzten Wochenende kam man gegen Schlusslicht Preussen Münster nicht über in 0:0 heraus.
Varelas Berater macht gute Miene zum bösen Spiel. Sein Schützling scheint das Kapitel in Fürth nicht voreilig abhaken zu wollen. Man könne sich einen Verbleib über den Sommer hinaus vorstellen. Eine Rückkehr nach Genf scheint ausgeschlossen, auch wenn noch dort noch ein Vertrag bis 2028 bestünde. Kriegt der einstige SFC-Junior in Deutschland die Kurve? Die nächsten Wochen werden extremst wichtig für ihn sein.

Foto: R.B.
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