Seit Jahren versucht der Servette FC ein neues Trainingszentrum für seine verschiedenen Mannschaften zu errichten. Mal für Mal sieht er sich mit Hindernissen konfrontiert.
Der jüngste Nackenschlag dürfte die Pläne der Servette-Verantwortlichen empfindlich treffen. Bislang zankte man sich primär um ein vorübergehendes Trainingszentrum im Parc des Evaux. In dieser Sportanlage hätte die Juniorenabteilung der Grenats vorübergehend angesiedelt werden sollen. Das Centre sportif du Balexert, das den Nachwuchsteams momentan als Heimat dient, soll durch das "Cycle du Renard" ersetzt werden. Der Bau des geplanten Schulhauses verzögert sich so lange, bis der SFC eine Alternativlösung gefunden hat.
Die "Affäre Evaux" zieht sich schon seit einer Weile hin (siehe Verlauf am Ende des Artikels). Da es ich aber "nur" um ein Provisorium handelt, kann man die Verzögerungen zähneknirschend hinnehmen. Bis 2031 soll eine definitive Lösung mit einer Anlage in Vernier her. Nun scheint aber genau dieses Projekt zu scheitern! Widerstand soll ausgerechnet von der Gemeinde selbst kommen. Wie die Tribune de Genève berichtet, stellt sich der neu gewählte Gemeinderat von Vernier gegen das Bauvorhaben im Quartier "Crotte-au-Loup". Wie schon im "Parc des Evaux" soll das mutmasslich höhere Verkehrsaufkommen als Vorwand genommen werden, um das Traininsgelände zu verhindern. Die technischen Pläne des Kantons, der das Vorhaben des Servette FC unterstützt, sollen sich nicht mit dem decken, was mit dem alten Gemeinderat vereinbart worden sei. Auf genauere Angaben wird gegenüber dem Lokalblatt verzichtet. Die Anwohner, die vom Durchgangsverkehr betroffen wären, sollen vom Verein und den Behörden verlangen, dass die Pläne verworfen werden. Sie wollen, dass das Projekt "Pré-du-Stand" wieder aufgenommmen wird. Dieses stand am Ursprung der ganzen Misere.2019 wurde das Projekt per Volksabstimmung bachab geschickt. Acht (!) Stimmen sollen die Anlage im Vorort Grand-Saconnex, ganz in der Nähe des Flughafens, verhindert haben. Bis 2025 hätten das Trainingsgelände, ein Fittnesscenter, Bürogebäude und eine neue Grünanlage entstehen sollen. Eine Neuaufnahme dürfte die bisherigen Bemühungen um Jahre zurückzuwerfen.
Bislang äusserten sich die Servette-Verantwortlichen noch nicht zur neuen Hiobsbotschaft. Auch der Kanton kommentierte die Aussagen des Gemeinderats aus Vernier nicht. Eines ist aber sicher - es geht nervenaufreibend weiter.

Social Media