Wie in den letzten beiden Wochen von den Behörden angedroht, wird der Servette FC für die Pyroaktion im Rhône-Derby sanktioniert. Die Tribune Nord bleibt für das nächste Heimspiel gegen den FC Zürich (Samstag 07.03.2026) geschlossen. Der SFC kommentiert den Entscheid mit einer Pressemitteilung, welche wir untenstehend frei übersetzt haben:
Während des Spiels gegen Sion wurde auf der Tribune Nord Pyrotechnik gezündet. Der Servette FC wurde nun mit einer Progresso-Massnahme der Stufe 3 belegt.
Die Tribune Nord bleibt daher für das Spiel gegen den FC Zürich am 7. März geschlossen und der gesamte Vorverkauf wird per sofort beendet. Diese Sanktion wurde, zusammen mit einer Bewährungsfrist von drei Spielen, ausgesprochen.
Der Verein bringt seine Bestürzung über diese Massnahmen zum Ausdruck, die ihn in einen Teufelskreis bringen. Der Einsatz von Pyrotechnik ist ein Bestandteil der von Fans gelebten Fankultur. Dies lässt sich jedoch nicht mit den Anforderungen der Behörden vereinbaren, welche die Verantwortlichkeit beim Klub suchen. Entsprechend werden kollektive Sanktionen ausgesprochen, die sich auf den Verein und seine Fangemeinde auswirken.
Diese Situation ist für niemanden zufriedenstellend. Wir rufen die Vereine, die Liga und die Behörden dazu auf, gemeinsam nach Lösungen für ein das verbreitete Problem zu suchen. Dieses Thema geht weit über die Verantwortung eines einzelnen Vereins hinaus, und wir sind der Meinung, dass diese Fragen in einem grösseren Rahmen behandelt werden müssen. Ein Reflexionsprozess auf nationaler Ebene ist erforderlich. Der Servette FC möchte sich gemeinsam mit allen Beteiligten aktiv daran beteiligen, um nachhaltige, ausgewogene und verantwortungsvolle Lösungen für den Schweizer Fussball zu entwickeln.
In diesem Zusammenhang lehnen wir kollektive Massnahmen, die sich nie als wirksam erwiesen haben und tausende von Fans blindlings für die Handlungen einer kleinen Minderheit bestrafen, entschieden ab. Diese Sanktionen sind willkürlich und ungerecht. Wir sind uns jedoch unserer Verantwortung als Veranstalter voll bewusst und halten uns daher an die Entscheidungen und Massnahmen der Behörden, die die für die Durchführung unserer Spiele erforderlichen Genehmigungen erteilen.
Wir bekräftigen nachdrücklich unseren unveränderten Willen, die Sicherheit zu gewährleisten, die Leidenschaft zu bewahren und stehen für faire Rahmenbedingungen für unsere gesamte Gemeinschaft ein.
Bon ben Progresso 38. pic.twitter.com/ht9sc2JQnW
— Robin Carrel (@robincarrel) February 28, 2026

Social Media