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Man sieht sich immer zweimal im Leben

05.02.2026 00:12:46 | Peter

Rache ist (leider) süss

 

Letzten Samstag versenkte Winsley Boteli tief in der Nachspielzeit eine Hereingabe im Servette-Tor. Der im Wallis viel umjubelte Ausgleichstreffer wurde von einem Ex-Servettien erzielt. Eine Geschichte, die sich in dieser Spielzeit nicht zum ersten Mal wiederholt. Denn gegen den SFC treffen ehemalige Spieler besonders gerne.

Gleich vier ehemalige Servette-Akteure durften in der laufenden Super-League-Saison gegen ihre alten Farben jubeln. Oftmals raubten die den Genfern dabei wertvolle Punkte.

Kastriot Imeri - FC Thun vs. Servette FC 3:1 / 18.10.2025 (zum Spielbericht)
Im Sommer 2022 wechselte "KI17" überraschenderweise nicht ins Ausland, sondern zu den Youn Boys. Nach einem Aussenbandriss im Knie und auch sonstigen Schwierigkeiten in Bern, liess sich Imeri auf diese Saison hin zum FC Thun ausleihen. Im Berner Oberland kann sich der offensive Mittelfeldspieler rehabilitieren und findet zu alter Stärke zurück. Zum Leidwesen der Grenats tat er dies auch im letzten Oktober. Der Servette FC war zu Gast in der Stockhorn Arena. In den Startminuten brachte Miroslav Stevanovic den SFC in Führung. Das Heimteam reagierte umgehend und glich durch Imeri aus. Im Verlauf der Partie zeigen sich die Thuner kaltschnäuzig und behalten den "Dreier" zuhause. Am Sonntag schaut Imeri mit seinen neuen Teamkollegen im Stade de Genève vorbei. Kann Servette den Höhenflug des Überraschungsleaders ausbremsen?

Julian von Moos - FC Luzern vs. Servette FC 2:2 / 22.11.2025  (zum Spielbericht)
Offiziell steht der gebürtige Ostschweizer noch in Genf unter Vertrag. Dass er als Leihspieler keine Probleme damit hat, seinen eigentlichen Klub abzuschiessen, bewies von Moos im November. Kurz nach Anpfiff der Partie gewinnt der Schweiz-Brasilianer ein Laufduell gegen Théo Magnin. Alleine vor dem Tor zeigt sich der Stürmer abzeockt und düpiert Frick mit einem Lupfer zum 1:0. Am Ende des Tages verspielt Luzern eine 2:0-Führung, von Moos muss verletzt raus und der SFC nimmt einen Punkt mit in die Romandie. Übrigens, auch im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams konnte sich von Moos auf der Skorerliste eintragen. Damals gelang ihm ein Assist.

Chris Bedia - Servette FC vs. BSC Young Boys 4:4 / 30.11.2025 (zum Spielbericht)
Es war die vielleicht wildeste Partie der ersten Saisonhälfte, welche der Servette FC und YB Ende November auf den Rasen legten. Das Spiel gleicht einem munteren Schlagabtausch mit Toren hüben wie drüben. Als treffsicherster Angreifer der Liga hatte auch Bedia seinen Auftritt. Nach einer knappen Stunde nickte er eine Flanke zum zwischenzeitlichen 2:3 ein. Mit viel Leidenschaft kämpfen sich die Calvin-Städter nochmals zurück. Im "Escalade-Trikot" erzielen die Servettiens noch zwei Tore. YB jubelt währenddessen nur einmal - die Partie endet mit einem 4:4-Unentschieden.

Winsley Boteli - Servette FC vs. FC Sion 3:3 / 31.01.2026 (zum Spielbericht)
Die Emotionen kochten im Rhône-Derby hoch. Ausgerechnet der frühere Servette-Junior Boteli war es, der den Grenats in die Suppe spuckte. In einem wilden Spiel schien die Gourvennec-Elf den Sieg schon fast im Trockenen zu haben, da lenkt der Youngster die Kugel nochmals im Netz. Was folgte war ein provokativer Torjubel vor der Tribune Nord, der nicht hätte sein müssen. Für Boteli und den FC Sion gab es dafür am Dienstagabend die Quittung. Im Schweizer Cup schoss ausgerechnet Felix Emmanuel Tsimba, ein anderes Ex-SFC-Talent, die Walliser aus dem Turnier.

Die laufende Cup-Kampagne war für den Servette FC ein kurzes Intermezzo. Und auch dort hatte ein Spieler die Füsse im Spiel, der im Nachwuchsbereich die Farben des 17-fachen Schweizermeisters trug.

Hélios Sessolo - Yverdon Sport FC vs. Servette FC 1:0 / 20.09.2025 (zum Spielbericht)
Wenn der SFC in den letzten Jahren im Stade Municipal zu Gast war, dann mussten sich die Fans auf zähe, kampfbetonte Partien einstellen. Auch im letzten September war dies nicht anders. Als Vize-Meister ins Waadtland gereist, mühte sich Servette lange ab. Challenge-League-Vertreter Yverdon hielt gut dagegen und wäre in der 52. Minute beinahe in Führung gegangen. Sidiki Camara, ein Leihspieler vom SFC, netzte für "YS" ein. Wäre dem Treffer kein Foulspiel vorangegangen, würde die in diesem Artikel beschriebene Liste um einen Namen reicher sein. Nichtsdestotrotz erzielte mit Hélios Sessolo ein anderer Ex-Servette-Junior das Tor des Tages. Zum Unmut der Gästefans zog Sessolo an der Strafraumgrenze ab und profitierte von einer Unsicherheit von Jérémy Frick. 

Mit den Torschützen in der Meisterschaft und im Cup ist die Liste aber noch nicht abgeschlossen. In der Saisonvorbereitung und in der Länderspielpause im November testete Servette je einmal gegen den Neuchâtel Xamax FCS. In beiden Spielen durfte sich Koro Koné in die Torschützenliste eintragen. Im Juli, damals noch mit Thomas Häberli an der Seitenlinie, setzte sich der Obeklassige mit 3:2 durch. Kurz nach dem Seitenwechsel gelang Koné der Ausgleich zum 1:1. Im Herbst durften sich die beiden Mannschaften nochmals messen. Im Centre sportif du Vessy eröffnete der Xamax-Offensivmann das Skore nach einer Viertelstunde. Die Gourvennec-Truppe drehte das Geschehen mit einem Doppelpack von Jérémy Guillemenot.