Der Assistenztrainer hat Anteil am Torerfolg
Auch wenn der Servette FC noch immer in der unteren Tabellenhälfte festklebt, gibt es ein Ranking, in welchem man zur Spitzenklasse gehört. Die Grenats sind, bei Standardsituationen, die torgefährlichste Mannschaft der Super League.
Europäische Topteams leisten sich immer öfter den Luxus, sich einen Standardspezialisten in den Trainerstaff zu holen. Der Arsenal FC, momentaner Leader der Premier League, darf seit Kurzem Thomas Grønnemark in seinen Reihen wissen. Der Däne gilt als einer der besten Trainer, wenn es um ruhende Bälle geht. Zusammen mit Jürgen Klopp betreute er den Liverpool FC von 2018 bis 2023 und hatte grossen Anteil an den damaligen Erfolgen der "Reds".
In der Schweiz sind die technischen Stäbe der Klubs bei Weitem nicht so breit aufgestellt, wie in England. Bei Servette übernimmt Assistenztrainer Bojan Dimic das Einstudieren neuer Eckball- oder Freistossvarianten. Damit ist er offensichtlich sehr erfolgreich. In der Tribune de Genève verrät der 51-jährige, dass er bereits in vergangenen Spielzeiten die Planung der Standardsituationen übernommen habe. "Wir waren drei Saisons lang die defensiv beste Mannschaft", resümiert Dimic. Dabei sei vor allem das Verhalten bei gegnerischen Standards trainiert worden. Seit der Ankunft von Jocelyn Gourvennec habe sich dies geändert. Dimic konzentriert sich nun auch auf den Offensivbereich und steht während den Spielen auch mal lautstark an der Seitenlinie. Insbesondere bei den Eckbällen sind es Welten, die zwischen der aktuellen und der letzten Saison liegen. Während man fröher oftmals halbhoche Bälle auf den ersten Pfosten zu sehen bekam, sieht man heute wesentlich mehr Varianz und einstudierte Abläufe. Mit Lilian Njoh hat man zudem einen Mann im Kader, der die Flanken so liefert, wie sie die Mitspieler fordern. Bislang konnte man 15 Tore nach Standards feiern.
Auch morgen wird man im Rhône-Derby gegen den FC Sion wieder auf stehende Bälle hoffen. Ob die Walliser gegen diese Power gewappnet sind?
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