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Jagiellonia reagiert auf geplatzten Varela-Deal

21.01.2026 00:22:25 | Peter

Jagiellonias Sportchef nennt Gründe für gescheiterten Transfer

 

Keyan Varela wird nicht zu Jagiellonia Bialystok wechseln. Diese Nachricht sickerte am Montag an die Öffentlichkeit. "Behördliche Gründe" sollen den Wechsel verunmöglicht haben (wir berichteten). Nun spricht Jagiellonias Sportchef.

Mit einer kolportierten Ablösesumme von einer Million Euro wäre der Servettien zum Rekordtransfer der Polen avanciert. Umso erstaunter waren die Jagiellonia-Fans, als der bereits sicher geglaubte Transfer ins Wasser fiel. Schnell schwappte die Nachricht nach Osteuropa, dass Varela in der Schweiz ein Gerichtsverfahren am Hals habe. Die mutmassliche Beteiligung, an der Entführung und Erpressung eines Nyon-Spielers, soll den Transfer in die Ekstraklasa verhindert haben. Von Seiten der Jagiellonia-Anhänger gab es schlechte Kritik an der eigenen Vereinsführung. Die Fans glaubten, dass der Klub die Informationen erst in letzter Sekunde via "X" mitbekommen habe, ansstelle einen seriösen Hintergrundcheck durchzuführen. Dieser Darstellung widerspricht Lukasz Moslowski, seines Zeichens Sportchef beim polnischen Tabellendritten.

Im Trainingslager im türkischen Belek stelli sich Moslowski in einem YouTube-Interview den Fragen von "Sportowy Kanal". Im Gespräch beschwichtigt er, dass man über die Vorwürfe im Bild gewesen sei, welche gegen den Offensivakteur erhoben worden sind. "Natürlich war dies in den Verhandlungen kein Pluspunkt für ihn. Wir waren uns auch im klaren, dass der Transfer Nebengeräusche hätte verursachen können. Schlussendlich wollen wir aber nicht den Richter spielen. Es gibt kein Urteil und somit auch keinen Beweis, dass er schuldig ist", so Moslowskis Verweis auf die Unschuldsvermutung. In Bialystok habe man in Varela einen Wunschspieler gesehen, der genau das gesuchte Profil mitgebracht hätte. "Wir sind davon ausgegangen, dass wenn es sich in absehbarer Zeit auszahlen würde, wenn man in den jungen Mann investieren würde", erklärt der Sportchef auch die wirtschaftlichen Hintergedanken.

Was aber hat denn nun den Transfer zum Scheitern gebracht? Moslowski fasst sich kurz: "Wir konnten uns einfach nicht auf alle Vertragsdetails einigen." Varela sei bereits in die Türkei gereist und hätte sich dem Team anschliessen sollen. Während des Medizinchecks soll dann eine Muskelverletzung bemerkt worden sein. Gerüchten zufolge befürchteten die Jagiellonia-Verantwortlichen wiederkehrende Probleme, gegen die man sich mit Klauseln hätte absichern wollen. Diese Klauseln sollen der Grund für die Absage gewesen sein.

Für Lukasz Moslowski ist das Thema abgeschlossen. Der Transfer ist vom Tisch. "Im Sport wird es nie langeweilig. Die Dinge verändern sich laufend. Anscheinend musste es so kommen", blickt er auf die letzten paar Tage zurück.