Folgt Srdanovic dem Ruf von Manzambi?
Auch der SC Freiburg ist in Genf vorstellig geworden
Es ist die grosse Frage dieser Winterpause: Bleibt Loun Srdanovic dem SFC treu, oder versucht er sein Glück bei einem anderen Verein?
Diese Frage stellte die Tribune de Genève auch dem Servette-Präsidenten Hervé Broch. Angesprochen auf einen möglichen Transfer liess sich dieser nicht in die Karten blicken: "Das wäre die logische Weiterentwicklung eines Spielers, der im Verein ausgebildet wurde", erklärt er. "Aber natürlich nur, wenn eine bestimmte Summe gezahlt wird." Dass diese Summe von Ligakonkurrent YB nach Genf überwiesen werden könnte, liess Broch nicht unkommentiert: "Unsere Priorität liegt nicht darin, einen direkten Konkurrenten zu stärken. Für einen jungen, talentierten Spieler mit einem derartigen Potential muss ein Schritt nach vorne anvisiert werden, wenn er Servette verlässt. Dieser Schritt führt eher ins Ausland, als zu einem anderen schweizer Team." Zurück zur usprünglichen Frage meinte Broch, dass sich Srdanovic bei der Mannschaft aufhält und es keine unmittelbaren Wechseldiskussionen gäbe.
Vor einigen Wochen soll dies wohl noch anders ausgesehen haben. Denn im selben Bericht schreibt die Tribune de Genève von einem Angebot, das der SC Freiburg in Genf platziert haben soll. Dieses soll wie folgt gelautet haben: Die Deutschen verpflichten Srdanovic in dieser Winterpause. Anstelle eines Umzugs ins Breisgau soll für den 19-jährigen eine "Rückleihe" an den SFC auf dem Programm stehen. Nach dem Ende der zweiten Saisonhälfte geht es definitiv nach Freiburg, wo sich Srdanovic dem Bundesligisten anschliessen soll.
Soweit, so gut - zu einem Transfer ist es bislang doch noch nicht gekommen. Die Verantwortlichen beim SCF sollen ins Zögern gekommen sein. Grund sind die zahlreichen Blessuren, welche den Defensivspieler immer wieder ausbremsen. Von den 11 Einsätzen in dieser Saison konnte Srdanovic nur drei Mal über die gesamte Spieldauer mittun. Ein Fakt, den auch die Scouts in Freiburg auf dem Schirm haben.
Der SC Freiburg hat gute Erinnerungen an Spieler aus dem Servette-Nachwuchs. Johan Manzambi ist in dieser Spielzeit zum Shootingstar der Bundesliga aufgestiegen. In Servettes Nachwuchsbereich stand er mit Srdanovic in derselben Mannschaft. Nebst Nationalspieler Manzambi versuchten die SFC-Junioren Leorat Bega (heute FC Stade Nyonnais) und Guillaume Furrer (heute Calcio Lecco 1909 /ITA) vor ein paar Jahren ebenfalls ihr Glück bei unseren nördlichen Nachbarn.
Foto: R.B.