Mit Marco Burch haben die Servette-Verantwortlichen ihre oberste Priorität für diesen Winter abgehakt - die Verpflichtung eines neuen Innenverteidigers. Wie geht es nun auf dem Transfermarkt weiter?
Schon vor ein paar Tagen schrieb die Tribune de Genève, dass man beim SFC mehr als einen Transfer tätigen wolle. Sobald ein Mann für das Abwehrzentrum unter Vertrag genommen wurde, sollte auch ein Flügelläufer für die linke Seite rekrutiert werden. Nun ist Burch da und es läuft die Suche nach dem zweiten "Mister X". Derzeit kursieren keine Gerüchte in den Medien. Lässt sich dennoch ein Spieler in den Fokus rücken, der auf dem Schirm von Bonneau & co. aufgetaucht ist?
Beispielsweise wäre Franck Surdez ein Gedankenspiel wert. Ein Spieler, der in jungen Jahren auf sich aufmerksam gemacht hat und die Schweiz früh in Richtung Ausland verlassen hat. Der frühere Xamax-Junior ging im Januar 2024 nach Belgien und heuerte bei der KAA Gent an. Bereits zu dieser Zeit soll sich Servette nach dem damaligen Juniorennationalspieler erkundigt haben (wir berichteten).
In der Provinz Ostflandern hatte sich Surdez gut eingelebt. Zur Überraschung vieler kam Surdez bei Gent sofort zum Debüt und stand regelmässig im Spieltagskader von Trainer Vanhaezebrouck. Schon ab ab Sommer 2024 gehörte der Westschweizer zur festen Kraft in der Offensive der "Buffalos". Der Stern von Surdez schien aufzugehen. Wider Erwarten crashte er aber bereits wieder zu Beginn des letzten Jahres. Die KAA Gent wechselte ihren Trainer. Der Schweiz-Bosnier Danijel Milicevic übernahm und degradierte den Shootingstart in der Hierarchie nach unten. Auf einmal war Surdez nur noch Reservist. Der Platz auf der Bank war der Nährboden für Wechselgelüste. Es überraschte nicht, dass der 23-jährige im letzten Sommer Angebote prüfte. Ein Transfer zum KKS Lech Poznań scheiterte an der Ablösesumme, welche die Polen geboten haben sollen. In der Schweiz beschäftigten sich der FC Lugano und der FC Sion mit dem Dossier. Doch auch sie konnten keinen Verhandlungserfolg erzielen. Schliesslich blieb der "Wuschelkopf" in Belgien. Ivan Leko, der im Juli Milicevic auf der Bank ablöste, rehabilitierte den Flügelspieler. Surdez war nun wieder regelmässig in der Jupiler Pro League im Einsatz - oft aber nur als Joker. Nun, nach einem abermaligen Trainerwechsel zur Winterpause, soll Gent nicht mehr auf das Xamax-Eingengewächs setzen. Geht es nach dem Fan-Newsportal "AA Gent News", steht Surdez, zusammen mit fünf anderen Spielern, auf der Transferliste.
Das Erbe von Dereck Kutesa
Der Werdegang von Surdez erinnert ein bisschen an denjenigen von Dereck Kutesa. Ironischwerweise gälte es in Genf genau diesen Kutesa zu ersetzen. Mit seiner Erfahrung aus einer grösseren Liga könnte Surdez eine Sofortverstärkung für die Grenats sein. Genau dies forderte auch Jocelyn Gourvennec, als er zuletzt auf potentielle Neuzugänge angesprochen wurde. Surdez bringt nicht die Geschwindikgeit eines Kutesas mit. Dafür kann der Techniker auf andere Qualitäten zurückgreifen. Als Rechtsfuss fühlt er sich auf der linken Aussenbahn wohl. Sollte Not am Mann sein, könnte er aber auf die rechte Seite ausweichen. Durch seine Körpergrösse von 1,88m kann er auch im Angriff eingesetzt werden, wo er beispielsweise auf hohe Bälle spekulieren könnte. Für den Ausgleich von Kutesas Tempo hätte man mit Varela eine Alternative bereit.
Wie gesagt, handelt es sich hierbei um reine Spekulation. Gespannt blicken wir in die Zukunft und schauen, wen die Servette-Verantwortlichen an Bord holen werden.

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