Wenn der SFC morgen im Joggeli antritt gilt vor allem eines: sich nicht selbst zum "Joggel" zu machen. Die Vorzeichen stehen, zumindest in der Defensive, nicht allzu gut. Jocelyn Gourvennec hat diverse Ausfälle zu beklagen.
Bereits seit einigen Wochen muss der Trainer auf Yoan Severin und Loun Srdanovic verzichten. Beide dieser Spielen könnten, wenn sie fit sind, in der Abwehrreihe ihren Teil dazu beitragen, eine "Null" zu halten. Während für Severin die Hinrunde gelaufen ist, könnte Srdanovic seinen Farben kurzfristig zur Verfügung stehen. Allerdings stellt sich bei ihm die Frage, ob das Risiko für einen erneuten Rückfall nicht zu gross wäre. Lässt man den Rechtsverteidiger seine Verletzung komplett auskurieren?
Im St. Jakob-Park ebenfalls nicht auflaufen wird Dylan Bronn. Der Innenverteidiger war in der Hinrunde meist gesetzt, auch wenn er nicht in jeder Partie absolut sattelfest wirkte. Bekanntlich nimmt Bronn mit Tunesien am Africa Cup of Nations in Marokko teil. Er hat die Mannschaft nach dem Lugano-Spiel in Richtung Nationalteam verlassen. Offiziell fehlt der Sommerneuzugang am Samstag aber wegen einer Gelb-Sperre. Diese hat er sich geschickt am letzten Wochenende eingehandelt.
Eine Absenz, die man ebenfalls hinnehmen muss, ist diejenige von Bradley Mazikou. Der Kongolese ist normalerweise auf der Position des linken Aussenverteidigers zu Hause. Seit der Verletzung von Loun Srdanovic spielt der 29-jährige oftmals hinten rechts. Er fehlt aufgrund der vierten gelben Karte, die er sich gegen den FC Lugano abgeholt hatte.
Im Wissen dieser Ausfälle stellt sich die Abwehrkette fast selbst zusammen. Als rechter Verteidiger dürfte Théo Magnin in die Startelf rutschen. An seiner Seite darf, wie gewohnt, Steve Rouiller erwartet werden. Links vom Kapitän zeichnet sich ein Einsatz von Anthony Baron ab. Der Routinier durfte bereits die zweite Halbzeit im Cornaredo absolvieren. Lilian Njoh komplettiert die Viererkette. Kleine Chancen auf einen Einsatz könnte Téo Allix haben. Der Franzose sass in dieser Spielzeit schon öfters auf der Bank. Darf er auswärts in Basel debütieren, oder vertraut Gourvennec bewährten Kräften?
Egal was passiert. Das morgige Spiel soll mit der notwendigen Seriösität angegangen, und keinesfalls im Vorfeld abgeschrieben werden. Bei Basel greifen derzeit auch nicht alle Zahnräder ineinander. Kommt da noch ein früher Rückstand dazu, könnte sich das Gemisch in reichlich Nervosität verwandeln. Dies wäre dann die Chance für die Servettiens, Punkte vom Rheinknie mitnzunehmen.

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