Durch diese hohle Gasse müssen sie gehen
Grosse Abenteuer blieben für den Servette FC in diesem Herbst aus. Lediglich in den Qualifikationsspielen der UEFA-Wettbewerbe durfte man sein Glück versuchen.
Es liegt auf der Hand, dass die Servette-Anhänger, welche der Mannschaft quer durch Europa nachgereist sind, keine Fotoalben an Erinnerungen nach Hause brachten. Etwas dürfte aber hängen geblieben sein - der Gästesektor in Utrecht. In den Niederlanden reisen die Auswärtsfans in der Regel gestaffelt zum Stadion an. Auch bei Servettes Gastspiel in der EL-Qualifikation war dies nicht anders. Von einem "Fan Meeting Point" im Stadtzentrum ging es mit Extrabussen zum Parkplatz vor dem Stadion Galgenwaard.
Der Name "Galgenwaard" heisst übersetzt in etwa "Galgenfeld" - also ein Ort, wo Leute erhängt werden. Bis ins siebzehnte Jahrhundert wurden an der Stelle, an welchem das Stadion gebaut worden ist, Hinrichtungen vollzogen. Dies kann man der Website von "Stadiums of Legends" entnehmen. Heute ist die Heimstätte des FC Utrecht nicht ganz so düster wie seine Vergangenheit. Dennoch müssen die Gästefans erst mal "unten durch", bevor sie sich eine Auswärtspartie ihrer Mannschaft ansehen können. Dies, weil der Zugang zum Gästeblock nur über einen mehrere Hundert Meter langen Tunnel möglich ist. Ein witziger Fakt, der auch dem Social-Media-Team des Nottingham Forest FC nicht entgangen ist. Diese filmten den Weg durch den Untergrund im Vorfeld der gestrigen EL-Partie beim FC Utrecht. Eingeschüchtert schienen die Briten nicht gewesen zu sein. Forest entschied die Partie mit 1:2 für sich.
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