Voller Fokus auf die neue Saison
Am Samstag fand in Fort Lauderdale das Finale der MLS-Saison 2025 statt. Der Inter Miami FC um Superstar Lionel Messi sicherte sich mit einem 3:1 den Meistertitel gegen Thomas Müller und den Vancouver Whitecaps FC.
Weit Weg vom Finalspiel waren René Weiler und D.C. United. Die Franchise aus der Hauptstadt zeigte eine enttäuschende Saison und beendete die Eastern Conference auf dem letzten Platz. An der Tatsache konnte auf der Trainer aus der Schweiz nichts ändern. Nach Weilers Ankunft ging kein Ruck durch die Mannschaft. Nur 0,88 Punkte holte D.C. United in den acht Partien, in welchen der gebürtige Winterthurer an der Seitenlinie stand.
"Es ist ganz simpel. Das Team ist zu schwach", liess sich Weiler im Oktober in der Washington Post zitieren. Damit nahm der einstige Servette-Sportchef auch in seiner neuen Rolle kein Blatt vor den Mund. Wenn die spielerische Qualität nicht ausreiche, brauche es den Einsatz jedes Mannes, konnte man zwischen den Zeilen heraushören. Das dürfte nicht immer der Fall gewesen sein.
Nach Abschluss der aktuellen Saison geht es in die intensivste Phase der strategischen Saisonvorbereitung. Auf welche Akteure will man setzen? Wen stellt man vor die Tür? Braucht es Neuzugänge? Die Fragen dürften sich Weiler und Sportdirektor Erkut Sogut stellen. Der Vertrag mit Ex-Liverpool-Star Christian Benteke läuft Ende des Jahres aus. Es darf bezweifelt werden, dass der Kontrakt mit dem 35-jährigen verlängert wird. Viel mehr scheint es darauf hinauszulaufen, dass ein neues "Marketing-Zugpferd" den Weg nach Washington D.C. finden wird. So wie Englands Wayne Rooney, der noch vor ein paar Jahren für United auf dem Rasen stand. In den letzten Tagen verdichteten sich die Zeichen, wer dieser neue Starspieler sein könnte. Die "Gazeta Sporturilor" entdeckte Weiler bei einem Spiel des CFR Cluj 1907. Grund für die Visite des 52-jährigen war Louis Munteanu, der die Offensivabteilung der Rumänen belebt. Im Buhlen um Munteanu soll es aber auch Konkurrenz aus Europa, insbesondere aus Frankreich geben.
Reicht ein "Königstransfer" um sich in der kommenden Spielzeit für die Play-Offs zu qualifizieren?
Der Klub von der amerikanischen Ostküste hatte übrigens auch schon Spieler aus dem Servette-Kosmos im Kader. Aussenverteidiger Dennis Iapichino schnürte im Herbst 2013 die Schuhe für die "Black-and-Red Eagles". Carlos Varela wechselte 2011 aus Nordamerika zurück in die Calvin-Stadt, um dem SFC im Aufstiegsrennen der Challenge League zu unterstützen.
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