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Rouiller köpft die Grenats zum Sieg gegen GC

07.12.2025 23:38:31 | Peter

Servette vergrössert die Lücke zum Barrageplatz

 

Chlaustag im Letzigrund - wer kriegt die Mandarinen, und wer die Rute, wenn der Rekordmeister den erfolgreichsten Verein der Romandie empfängt?

Auf Seiten der Gäste sah es zu Spielbeginn klar nach einem bevorstehenden Vitamin-C-Schub aus. Cognat schaltet mit einem hohen Zuspiel die ganze blauweisse Abwehr aus. Stevanovic legt zum freistehenden Ayé rüber. Dieser zeigt sich, wie so oft, eiskalt und bezwingt GC-Keeper Hammel zum 0:1. Ganz im Sinne des Chlaustags gabs dann aber sogleich mit der Rute auf die Finger. Der VAR sah eine Abseitsposition von Stevanovic und funkte Schiedsrichter Tschudi an. Dieser nahm das Tor zurück - ein knapper Entscheid.
Trotz dem frühen Dämpfer blieben die Servettiens fokussiert. Über die linke Seite rollte ein nächstes Angriff heran. Njoh bringt den Ball zur Mitte, wo Stevanovic einen Schritt zu spät kommt. Die Null blieb vorerst bestehen.
Das Heimteam hielt sich in der Startphase zurück. Erst nach zwanzig Minuten meldete Plange mit einem Distanzversuch Offensivinteresse an. Der Schuss des Engländers sauste über das Gehäuse hinweg.
So kippte das Momentum wieder zu Gunsten der Gäste. Diese kamen in der 21. Minute zu einem Eckball. Morandi führt kurz aus. Nach einem Doppelpass mit Cognat spedierte dieser die Kugel in die Strafraummitte. Dort wurde Rouiller zu passiv bewacht. Der 35-jährige hält den Kopf hin und markiert das 0:1 für den SFC! Ein wichtiges Tor.
Die Grasshoppers fanden auch nach knapp 30 Minuten nicht richtig ins Spiel. Nur punktuell konnten Nadelstiche gesetzt werden. Einen Meyer-Abschluss parierte Frick jedoch ohne Probleme. Der "flauen Sturm" störte GC-Coach Scheiblehner. In der Hoffnung, dass er einen Orkan zusammenziehen kann, wechselte der Übungsleiter der Zürcher noch vor dem Halbzeitpfiff drei Mal aus. Genutzt hat es nicht viel. Es ging mit dem 0:1 in die Pause.
Der zweite Durchgang ging so verhalten weiter, wie die erste Hälfte aufgehört hat. Auf Torraumszenen wartete man lange Zeit vergeblich. Aufreger war aus Sicht des Servette FC eine Verletzung, welche sich Frick zugezogen hatte. Ohne Fremdeinwirkung zwickte es den Schlussmann auf der linken Seite. Er musste durch Mall ersetzt werden.
Richtig gefährlich wurde es erst tief in der Nachspielzeit. Dann wuselte sich Mráz durch den gegnerischen Strafraum. Der Stürmer kann Abschliessen, sieht seinen Schuss aber von Stroscio zum Corner geklärt.

Am Schluss war es egal! Der SFC siegt, ohne zu glänzen, gegen den Grasshopper Club aus Zürich. Damit vergrössert man den Vorsprung auf den Barrageplatz bis auf fünf Punkte. Schaffen es die Grenats gar noch in diesem Jahr in die Top 6 der Liga vorzupreschen? Dafür wäre ein Sieg am nächsten Sonntag in Lugano nötig. Daumen drücken und weitermachen!

Grasshopper Club Zürich – Servette FC 0:1 (0:1)

Stadion Letzigrund : 2'958 Zuschauer
Schiedsrichter : Lionel Tschudi ; Matthias Sbrissa, Guillaume Maire
VAR : Nico Gianforte ; Julian Müller
Tore : 21' Rouiller (0:1)

Servette FC :  Frick (59' Mall) ; Mazikou, Rouiller, Bronn, Njoh ; Stevanovic, Fomba, Cognat, Morandi (82' Ishuayed) ; Guillemenot (76' Douline), Ayé (82' Mráz)

Grasshopper Club Zürich : Hammel ; Mantini, Diaby, Stroscio ; Marques (38' Krasniqi), Zvonarek, Meyer (38' Hassane), Ullmann (86' Giandomenico) ; Plange, Muci (38' Clemente), Asp Jensen

Verwarnungen : 28' Meyer, 44' Guillemenot, 67' Mazikou

Bemerkungen : Servette ohne Anselme, Antunes, Severin, Srdanovic, Varela, Zuka (Verletzt), Aubert, Ondoua, Scandurra, Vincent (Nicht im Aufgebot), 8' Abseitstor von Ayé ; GC ohne Abels (Gesperrt), Abrashi, Bengondo, Bettkober, Lee, Paloschi, Verón Lupi (Verletzt), Kabashi, Würgler (Nicht im Aufgebot)