Majid Pishyar und Costinha melden sich via Medien zu Wort
Nach der Freistellung von Aufstiegs-Coach João Alves äussern sich auch Präsident Majid Pishyar und Sportchef Costinha zu Wort. Der Präsident tut dies mit provokativen, motivierenden aber auch teilweise verunsichernden Antworten in der Medienlandschaft, oder genauer gesagt in der französischsprachigen Zeitung „Le Matin“, sowie einem Interview auf der offiziellen Website.
Costinha kommunizierte hingegen nur über die Zeitung seine Meinung.
Im Übrigen wurde auch darüber informiert, wie es mit dem Staff weitergeht.
Jeder soll von den Artikeln halten, was er will. Man sollte aber daran denken, dass Pishyar mit seinem „Zwangsoptimismus“ sicher auch einen Teil zur Aufholjagd im letzten Frühling beigetragen hatte!
/lematin.ch
Majid Pishyar: „Ich habe schon wieder jemand anderes im Kopf, falls uns der neue Trainer enttäsucht“ (lematin.ch vom 30.11.2011 / 11.52 Uhr)
Der Präsident des Servette FC blickt auf die Umstände zurück, welche die Entlassung des portugiesischen Trainers João Alves bewirkten.
Majid Pishyar, der Besitzer und Präsident des Genfer Vereins, teilt seine Version zu den Ereignissen mit, welche zu João Alves‘ Entlassung führten. In einem langen Interview auf der Internetseite des Klubs, begründet der Klubboss seine Entscheidung, sich von seinem Trainer zu trennen und nennt sogleich die Gründe und Ursachen.
„Es war ich, der Präsident und Eigentümer, der diese Entscheidung getroffen hat. Die aktuellen Resultate machen mich nicht glücklich und sind einem Verein, wie dem Servette FC nicht würdig. Nach 16 Spielen sollte man 48 Punkte haben“, meint der Iraner. Servette belegt momentan mit 21 Punkten den siebten Platz der Tabelle und liegt bloss einen „Zähler“ hinter dem 5. Rang zurück.
Auf die Frage, ob man wissen dürfe, warum der „Erfolgsbringer“ so schnell ersetzt werden konnte, und es den Eindruck machte, dass die Entlassung von Alves seit längerem geplant gewesen war, antwortet Pishyar: „Das Management muss immer vorsorgen, damit man in jeder Situation gerüstet ist.“
Beifügend sagt der Präsident auch: „Ich habe schon wieder jemand neues im Kopf, falls der neue Trainer senen Erwartungen nicht nachkommt.“
Im Weiteren fügt Pishyar an: „Wenn meine Entscheidung von der Öffentlichkeit nicht unterstützt, und mein Engagement nicht geschätzt wird, kann ich meine Dienste auch verringern.“
Majid Pishyar: „João Alves ist mein Held!“ (lematin.ch vom 30.11.2011 / 17.52 Uhr)
João Carlos Pereira wurde auserkoren, die Nachfolge von João Alves anzutreten. Heute Nachmittag erklärte die Vereinsführung in einer Pressekonferenz, dass man einen Mann mit Können verpflichten konnte.
46-jährig hat João Carlos Pereira bereits Académica Coimbra, Nacional Madeira, Estoril und Belenenses Lissabon trainiert. Auch in Kuwait und Zypern hat er bereits gearbeitet. Sein Vertrag dauert bis zum Ende dieser Spielzeit. Der Mann, der Mourinho und Guradiola zu seinen Vorbildern zählt, weiss nur wenig über den schweizer Fussball. „Da gibt es Basel vorne, und die restlichen Mannschaften reihen sich dahinter ein“, glaubt er zu wissen.
An seiner Seite stehen Präsident Majid Pishyar und Sportchef Costinha, welche nochmals die Gründe für die Entlassung von João Alves, den „Mann des Aufstiegs“ erklärten.
„Er passte nicht mehr in unser Konzept“, beginnt der Präsident, „João Alves ist aber ein fantastischer Mensch! Er versteht etwas von seinem Job. Er ist mein Held und wirf für immer mein Held bleiben!“, fährt er fort.
Für Sportchef Costinha war die zuletzt grosse Unkonstanz des Teams der Auslöser für Alves‘ Freistellung. Ausserdem erinnert Costinha an die schlechten Resultate zu Hause mit lediglich 9 Punkten aus 8 Spielen.
„João Carlos Pereira hat keinen Zauberstab wie Harry Potter“, gesteht Costinha, „doch er bringt ein sehr modernes Arbeitskonzept mit. Er ist auch kein Unbekannter für mich. Als er noch bei Nacional Madeira angestellt war, hat er mir mit einer 4:0-Klatsche, eine der schlimmsten Niederlagen meiner Karriere zugefügt.“
João Carlos Pereira wird sein heiss erwartetes Debüt als Chefcoach des Servette FC am Sonntag gegen den FC Zürich geben können. Im Angriff wird er wihl auf seinen Landsmann Carlos Saleiro setzen, der ausgerechnet letzten Sonntag während der Halbzeitpause in der Kabine für Unruhen mit João Alves gesorgt haben soll, als man das Cup-Spiel gegen Biel mit 3:0 verlor.
„Ich war nich in der Kabine“, hält Costinha fest, „ich warte auf Erklärungen, welche mir versprochen worden sind. Doch niemand hier bei Servette soll bevorzugt behandelt werden. Seien es die Spieler, sei es der Sportchef, oder gar der Präsident!“
Oscar Londono in seinem Amt bestätigt (lematin.ch vom 30.11.2011 / 15.53 Uhr)
Anlässlich seines ersten Trainings als Cheftrainer bei Servette, verkündet João Carlos Pereira mit, dass er den bsiherigen Staff mit Ausnahme von Assistenzcoach Carlos Alves, dem Sohn von João Alves, komplett übernimmt.
Der neue Trainer des Servette FC, João Carlos Pereira hatte am Dienstagnachmittag die Chance, anlässlich eines ersten Trainings hinter verschlossenen Türen, Bekanntschaft mit dem Stade de Genève zu machen.
Die einzige Information, welche aus diesem Training gewonnen werden kann, ist, dass der Portugiese gerne mit dem bereits bestehenden technischen Staff um Oscar Londono (Assistenztrainer), Pascal Marguerat (Torhütertrainer) und Nuno Pinto (Konditionstrainer) arbeiten würde.
Ihre Päsenz beim gestrigen Training zeigt, dass Pereira ohne kompletten, eigenen Staff nach Genf gekommen ist. Die drei Männer können also weiterhin das „Abenteuer“ Servette FC hautnah miterleben. Diese Auswahl wurde aber vom Verein noch nicht offiziell bestätigt. Er will aber darüber in einer Pressekonferenz heute Nachmittag darüber informieren. (UPDATE! Diese Meldung wurde bestätigt!)
Übersetzung: Peter
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