Obschon zuerst angekündigt wurde, dass man auf einen erneuten, aber berechtigten Rekurs im Fall Kouassi verzichten werde, teilt der SFC heute auf seiner offiziellen Website mit, dass man das Urteil erneut anfechten werde.
Man will mit diesem erneuten Rekurs die Ehre des Spielers schützen, der mit dem Platzverweis gegen YB und der Sperre gegen Thun bereits genug gestraft sei, für eine Aktion, in der er völlig unschuldig ist.
Die Videobilder seien genügend aussagekräftig um dies zu bezeugen.
Damit geht Servette ein Risiko ein, denn Kouassi wäre laut aktuellem Stand für das Cup-Spiel vom Sonntag gesperrt, an dem er aufgrund eines U23-Länderspiels sowieso nicht teilnehmen würde.
Falls der erneute Rekurs jetzt abgeschmettert würde, wäre Kouassi im Spiel gegen den FC Zürich gesperrt.
Möglich ist aber auch, dass der Verein sich mit dem Verband der Elfenbeinküste über diesen Rekurs geeinigt hat, da Kouassi beim jetztigen Stand und einem geplanten Einsatz gegen den FCZ extra von den Olympia-Qualifikationsspielen zurückgepfiffen werden müsste um für den SFC aufzulaufen. Wird der erneute Rekurs aber nicht gutgeheissen, könnte man dem Ivorischen Fussballverband bereits unter der Woche das OK geben, dass Kouassi bei der Nationalmannschaft bleiben könne, um ihr im Kampf um das Olympiaticket zu helfen.
So hätten beide Parteien die gleiche Chance auf einen Einsatz des Mittelfeldspielers und würden sozusagen das „Los“ entscheiden lassen.
Übrigens ist noch anzumerken, dass YB’s Veskovac nach Einsicht der Videobilder nicht nachträglich bestraft wurde!
Hier nochmals die Videobilder für diejenigen, die sich nochmals selbst ein Bild von der Aktion machen möchten.