Die Zeichen stehen auf Abschied

24.02.2017 00:00:00 | maroons

Wo spielt Nsamé nächste Saison?

 

Geht Nsamé zu Basel, Sion oder ins Ausland?: (blick.ch / 24.02.2017 / Martin Arn und Michel Wettstein)

 

Er ist der Shootingstar der Challenge League: Was der Servette-Kameruner Jean-Pierre Nsamé vom grossen Guillaume Hoarau lernen will, und warum er seinen Zenit noch längst nicht erreicht hat.

Wenn das Training zu Ende ist, dann schiebt Jean-Pierre Nsamé Zusatzschichten: «Er ist ein grossartiger Arbeiter», sagt Servettes Co-Trainer Bojan Dimic. «Er ist fast schon enttäuscht, wenn er unter die Dusche muss», verrät Dimic der Zeitung «Le Matin».

Dabei hätte Nsamé eigentlich allen Grund, zufrieden zu sein: 16 Tore in 17 Spielen. Keiner hat im Schweizer Profifussball öfter getroffen als er. Nicht einmal Guillaume Hoarau, Nsamés grosses Vorbild.

Nsamé sagt über Hoarau: «Von ihm kann ich noch so viel lernen, vor allem, wie er sich auf dem Feld bewegt.» Hoarau selber sprach dem jungen Kameruner bei der Award-Night im Januar Mut zu: «Mach weiter so, denn ich werde langsam alt.»

Kann Nsamé sogar den historischen Rekord von Odirlei de Souza Gaspar brechen, der für Vaduz in der Aufstiegssaison 2008 sagenhafte 31 Tore erzielte? Nsamé: «Abgerechnet wird im Juni. Ich setze mir keine Ziele, aber Rekorde sind da, um gebrochen zu werden.»

Logisch, dass auch die Super-League-Klubs auf den Kameruner aufmerksam geworden sind. Eigentlich undenkbar, dass Nsamé nächste Saison immer noch für Servette auf Torjagd geht. Dass er an der Seite von Hoarau in Bern stürmt ist allerdings unwahrscheinlich. YB hat eben gerade den Ivorer Roger Assalé verpflichtet.

Vielleicht Basel?

Viel wird davon abhängen, ob Urs Fischer im Sommer immer noch FCB-Coach ist. Für den FC Luzern ist Nsamé, dessen Marktwert jetzt schon weit über eine halbe Million beträgt, wohl zu teuer. Der designierte Aufsteiger FCZ hat erst vor kurzem den Ghanaer Raphael Dwamena aus Österreich geholt.

Bliebe noch der FC Sion. «Wir beobachten den ganzen Markt», heisst es aus dem Wallis.

Gut möglich aber, dass Nsame im Sommer direkt ins Ausland wechselt. Etwas kosten wird er erst ab nächstem Montag: Wenn er gegen Le Mont aufläuft, macht er sein 18. Saisonspiel und der Vertrag verlängert sich per Option um ein Jahr bis 2018.